Jan Trost muss um seinen Posten als Bürgermeister von Marbach fürchten. Foto: Werner Kuhnle

Der Amtsinhaber trat wieder an, trotzdem war die Wahl spannend: Jan Trost hatte sechs Konkurrenten – und einer von ihnen hat ihn am Sonntag überflügelt. Timo Jung. Entschieden ist die Wahl aber noch nicht.

Marbach - Dass es für Jan Trost eng werden würde, war klar, nun steht fest: Der Bürgermeister von Marbach am Neckar(Kreis Ludwigsburg) muss nach einer Amtszeit um seinen Job fürchten. Bei der Wahl am Sonntag hat ihn sein Herausforderer Timo Jung überflügelt. Da Jung nicht die absolute Mehrheit erreicht hat, kommt es am 7. Februar zu einem zweiten Wahlgang.

Sechs Herausforderer

Konkret haben 42,3 Prozent der Wähler für den 31-jährigen Jung gestimmt, 38,8 Prozent wählten den 45-jährigen Trost. Wahlberechtigt waren rund 11 860 Bürger, die Beteiligung lag bei 50 Prozent. Insgesamt waren sieben Bewerber angetreten. Außer Trost und Jung auch die Betriebsräte Tobias Möhle (13,4 Prozent) und Andreas Freund (2,1), der Dozent Edwin Kubotat (1,8 Prozent) sowie der Student Dennis Rickert (1,2) und der Dauerbewerber Ulrich Raisch (0,3).

Jung arbeitet derzeit als Leiter der Zentralen Dienste beim Städtetag Baden-Württemberg. Er ist Mitglied der SPD, unterstützt wurde er im Wahlkampf allerdings auch von CDU und Grünen. Die beiden Fraktionen waren es auch, die dafür gesorgt hatten, dass in der Stellenausschreibung der Verweis darauf fehlte, dass sich der Amtsinhaber wieder bewirbt.

Eine Kündigung mit Folgen

Trost, der für die Freien Wähler im Kreistag sitzt, war nach dem Abgang des stellvertretenden Bauamtsleiters Ralf Lobert im Sommer unter Druck geraten. Lobert hatte 28 Jahre bei der Stadt gearbeitet – und bei seiner Kündigung über unstrukturierte Arbeitsbedingen, teils chaotische Abläufe und einen fehlenden Informationsfluss geklagt.

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