Wollen bei der Wahl am Sonntag, 30.September, den Aspacher Bürgermeister Hans-Jörg Weinbrenner beerben: Wolfgang Schopf, Sabine Welte-Hauff und Udo Wruck (von links) Foto: privat

Drei Kandidaten wollen den Aspacher Schultes Hans-Jörg Weinbrenner – er tritt nicht mehr an – beerben. Aber es stehen vier auf den Wahlzetteln. Fridi Miller hat zurückgezogen, die Wahlzettel indes sind längst gedruckt.

Aspach - Am Sonntag, 30. September, wird in Aspach ein neuer Bürgermeister oder eine Bürgermeisterin gewählt. Sicher ist bereits vor dem Urnengang: Es wird zu einem Wechsel auf dem Chefposten im Rathaus der gut 8000 Einwohner zählenden Gemeinde kommen. Der Amtsinhaber Hans-Jörg Weinbrenner (58) kandidiert nicht mehr, das hat er bereits Ende vorigen Jahres angekündigt. Weinbrenner ist seit 1994 Schultes in Aspach. Nachdem die Dauerkandidatin Fridi Miller aus Sindelfingen ihre Kandidatur zurückgezogen hat, verbleiben jetzt noch drei Aspiranten, die gewinnen wollen. Alle drei leben in Aspach.

Sabine Welte-Hauff (53) ist parteilos und sagt, sie wolle „von der zweiten in die erste Reihe treten“. Die Diplomverwaltungswirtin arbeitet seit rund 27 Jahren bei der Gemeindeverwaltung Aspach, seit 1995 leitet sie das Bauamt. Der Breitbandausbau, speziell in den Teilorten, sei ihr besonders wichtig, außerdem will sie sich für gute Betreuungsangebote für Kleinkinder und gut ausgestattete Bildungseinrichtungen einsetzen. Welte-Hauff sagt, sie habe sich bis dato nicht auf eine Bürgermeisterstelle beworben. Diese Bewerbung in Aspach werde die einzige bleiben.

Eine Frau und zwei Männer wollen auf den Chefsessel

Udo Wruck (56, parteilos) sagt, er sei ein Quereinsteiger. Der Mechatronik-Techniker lebt in dem Aspacher Teilort Allmersbach am Weinberg und will einen „Wandel zu einer transparenten, offenen und lebendigen Politik“. Er besuche seit gut zwei Jahren die Gemeinderatssitzungen in Aspach. Es gelte, die Bürger stärker in die Entscheidungsfindungen einzubinden, Ehrenamtliche unbürokratisch zu fördern und die Gemeinde Aspach als „attraktiven Schulstandort“ zu positionieren.

Der Fraktionssprecher der SPD im Aspacher Gemeinderat, Wolfgang Schopf (61), hat erst kurz vor dem Ende des Bewerbungsschlusses seinen Hut in den Ring geworfen. Schopf sieht sich als „Alternative auf der sozialistischen Seite“, er will „für den kleinen Mann da sein“. Der Sozialdemokrat im beruflichen (Un)Ruhestand war Feuerwehrmann in Esslingen und ist mit 60 Jahren in Pension gegangen. Schopf kritisiert, dass es in Aspach zu viele Großveranstaltungen „durch Fußball und Musik“ gebe – und zu viel Verkehr. Er wolle sich einsetzen für genügend bezahlbaren Wohnraum.

Alle Kandidaten habe mehrfach erklärt, dass ihren mehr Bürgernähe ganz besonders wichtig sei. Bei einer Wahlveranstaltung der „Backnanger Kreiszeitung“ saßen nur Sabine Welte-Hauff und Wolfgang Schopf auf dem Podium. Die beiden anderen Kandidaten hatten laut Auskunft der Veranstalter abgesagt. Fridi Miller hatte wenige Tage später erklärt, dass sie nun doch nicht antreten wolle zur Wahl. Einige Besucher des Wahlpodiums der Lokalzeitung sagten, sie seien angenehm überrascht gewesen vom Auftritt Schopfs. Er hatte unter anderem augenzwinkernd erklärt: Es gebe noch viel zu erledigen, „packen wir’s beim Schopf“. Von der Verwaltungsfachfrau Sabine Welte-Hauff hatten die meisten Gäste wohl ohnehin erwartet, dass sie eine gute Figur machen würde.

Alle Kandidaten wollen mehr Bürgernähe

Fridi Miller wird übrigens trotz ihres angekündigten Rückzugs auf den Aspacher Wahlzetteln stehen. Laut Auskunft der Gemeinde ist es nach dem Ende der Bewerbungsfrist nicht möglich, Namen zu streichen.

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