Jan-Benedikt Thoma und Isabella Weinhardt haben sich in Hildrizhausen beworben. Foto: Knoblauch/privat

Am 17. Mai findet in Hildrizhausen die Bürgermeisterwahl statt. Amtsinhaber Matthias Schöck tritt nicht mehr an, um seine Nachfolge bewerben sich eine Kandidatin und ein Kandidat.

Am Montag endete die Bewerbungsfrist für die Bürgermeisterwahl in Hildrizhausen. Wie Hauptamtsleiter Julian Jassmann auf Nachfrage bestätigt, liegen zwei Bewerbungen für die Wahl am 17. Mai vor.

 

Jan-Benedikt Thoma und Isabella Weinhardt treten um die Nachfolge von Matthias Schöck an, der Gemeindewahlausschuss hat am Dienstag beide Bewerbungen geprüft und zugelassen. Die offizielle Kandidatenvorstellung findet am Mittwoch, 6. Mai, um 19 Uhr in der Schönbuchhalle statt.

Jan-Benedikt Thoma: Sachgebietsleiter Fuhrpark und Technik

Jan-Benedikt Thoma hatte im Januar seine Bewerbung öffentlich gemacht. Der 32-Jährige ist in Hildrizhausen aufgewachsen, hat ein Masterstudium in Verwaltungswissenschaften absolviert und arbeitet seit 2017 in der Stadtverwaltung von Bergisch-Gladbach (Nordrhein-Westfalen). Dort ist er Sachgebietsleiter Fuhrpark und Technik.

„Die Kandidatur ist für mich kein Karriereschritt, sondern eine Herzensangelegenheit“, erklärt Thoma auf seiner Homepage. „Hildrizhausen ist meine Heimat. Ich möchte meine fachliche Erfahrung, meinen frischen Blick von außen und meine tiefen Wurzeln vor Ort einbringen.“

Ende Februar gab Isabella Weinhardt ihre Bewerbung ab. Die 55-Jährige arbeitet in der Stadtkämmerei Stuttgart. Sie ist in der Landeshauptstadt geboren, lebt seit 2000 aber in Böblingen. „Hildrizhausen ist eine starke und gut aufgestellte Gemeinde“, sagte Weinhardt gegenüber unserer Zeitung. Der Ort verbinde Lebensqualität mit wirtschaftlicher Perspektive.

Isabella Weinhardt: Stadtkämmerei und Kosmetikunternehmen

„Ich bringe alle Voraussetzungen mit“, betonte die Kandidatin. Sie sei nicht nur seit Langem in der Kommunalverwaltung tätig, bis 2009 leitete Weinhardt zudem ein eigenes Kosmetikunternehmen. Das habe ihr wirtschaftliches Denken sowie ihren Führungsstil geprägt.

Bereits im Juli 2025 hatte Matthias Schöck angekündigt, nach 24 Jahren Amtszeit nicht erneut anzutreten. Als Gründe nannte er unter anderem, nicht mehr ständig „unter Strom sein“ zu wollen, sich mehr Zeit für die Familie zu wünschen und neue Herausforderungen zu suchen. 2002 war er mit gerade einmal 28 Jahren zum Bürgermeister von Hildrizhausen gewählt worden.