Der CDU-Gemeinderat Oliver Knur (oben links) liegt bei der Bürgermeisterwahl nach dem ersten Wahlgang vorne. Auf Platz zwei landete der Stuttgarter Eberhard Keller (SPD), (unten rechts). Roland Schmelzle (oben rechts) liegt auf Rang drei und Sacha Auwärter (unten links) auf Platz vier. Foto: privat

Noch keine Entscheidung in Ebersbach – in 14 Tagen dürfte es ein Duell zwischen dem CDU-Gemeinderat Oliver Knur und dem Sozialdemokraten Eberhard Keller geben.

Ebersbach - Noch ist nicht entschieden, wer in Ebersbach Bürgermeister nach Sepp Vogler werden wird. Wie zu erwarten war, konnte sich im ersten Wahlgang keiner der vier Kandidaten auf Anhieb mit einer absoluten Stimmenmehrheit durchsetzen. Gute Chancen auf den Chefposten der Ebersbacher Verwaltung wird sich nun der Ortsvorsteher von Weiler und CDU-Gemeinderat, Oliver Knur ausrechnen. Der Diplom-Betriebswirt erhielt beim ersten Wahlgang am Sonntag 39,5 Prozent der Stimmen. Ihm auf den Fersen folgt der Stuttgarter Geschichts- und Sozialwissenschaftler Eberhard Keller (SPD), der als Reingeschmeckter überraschend auf Platz zwei landete und einen Stimmenanteil von 27,7 Prozent für sich verbuchen kann.

Knur knackt in Weiler die 50-Prozentmarke

Knur lag in fast allen Wahllokalen vorne, konnte aber nur in seinem Heimatdorf Weiler die 50-Prozent-Marke deutlich überspringen. Die Plätze drei und vier gehen an zwei weitere Lokalmatadore: den früheren Südradmanager Roland Schmelzle (parteilos) aus Albershausen mit 18,5 Prozent und den Vorsitzenden der Ebersbacher Vereine, Sacha Auwärter (13,8 Prozent), der für die Freien Wähler ein Mandat im Gemeinderat hat und bei der Wahl das Schlusslicht bildet. In 14 Tagen, am Sonntag, 28. Mai, wird es dann beim zweiten und entscheidenden Ebersbacher Wahlgang noch einmal spannend, wenn bereits die einfache Stimmenmehrheit ausreicht, um Bürgermeister zu werden.

Die Wahlbeteiligung ist weiter leicht gesunken

Unklar ist noch, ob tatsächlich alle vier Bewerber in 14 Tagen zum Stechen antreten werden. Am Wahlabend erklärten Eberhard Keller und Sacha Auwärter unisono, sie wollten über diese Frage noch eine Nacht schlafen. Roland Schmelzle hatte bereits vor der Abstimmung für den Fall eines zweiten Wahlgangs um Bedenkzeit gebeten. Die Wahlbeteiligung lag diesmal bei lediglich 46,4 Prozent. Damit haben noch weniger der 11 400 wahlberechtigten Ebersbacher ihre Stimme in einem der 17 Wahllokale oder auch per Briefwahl abgegeben als das vor acht Jahren mit 46,7 Prozent der Fall war. In dem sehr kurzen Wahlkampf hatte es außer der hohen Verschuldung der Kleinstadt im unteren Filstal kaum brisante Themen gegeben.

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