Der neue Baubürgermeister von L.-E. wird sich mit vielen Bebauungsplänen auseinander setzen müssen. Foto: Günter E. Bergmann

Der Gemeinderat von Leinfelden-Echterdingen soll spätestens im Oktober dieses Jahres einen neuen Baubürgermeister wählen. Die Stelle wird wie gehabt ausgeschrieben

Leinfelden-Echterdingen - Die Stadt Leinfelden-Echterdingen soll die Mitte Juni freiwerdende Stelle des Beigeordneten für die Technische Verwaltung so schnell wie möglich ausschreiben. Darauf hat sich nach zwischenzeitlich von der Stadt bestätigten Informationen der Filder-Zeitung der Ältestenrat in seiner Sitzung in der vergangenen Woche verständigt.

Änderungen beim Zuschnitt des Amts soll es demzufolge nicht geben. Nicht der demnächst dienstälteste Bürgermeister – der für Soziales, Schulen und Kultur zuständige Dezernent Alexander Ludwig –, sondern der neue Baubürgermeister soll wie bisher die ständige Vertretung von Oberbürgermeister Roland Klenk übernehmen. Überlegungen zu einer Reform der Verwaltungsspitze erteilte das Gremium für den Augenblick mehrheitlich eine Absage.

Wechsel zum 17. Juni geplant

Der Terminplan sieht nun vor, dass der bisherige Erste Bürgermeister Frank Otte am 11. Juni offiziell verabschiedet wird. Er wird seinen neuen Posten als Stadtbaurat in Osnabrück, einer mit der in L.-E. vergleichbaren Stelle, am Montag, 17. Juni, antreten. Der 55-Jährige war am 7. Mai in seiner Heimatstadt vom Gemeinderat mehrheitlich in das neue Amt gewählt worden. Der Wahl waren, wie berichtet, kontroverse lokalpolitische Debatten vorausgegangen.

Noch vor Beginn einer für 11. Juni anberaumten Ausschusssitzung soll der Gemeinderat von L.-E. in einer kurzen Sondersitzung die Formalien erledigen und über die Ausschreibung der Stelle – mit gleichem Text wie vor der Otte-Wahl – entscheiden. Bis zum Beginn der Sommerferien können dann an der Bürgermeisterstelle Interessierte ihre Bewerbungsunterlagen bei der Stadt einreichen.

In den Ferien Bewerbungen auswerten

Über die Sommerpause hinweg wollen dann der Oberbürgermeister und die Fraktionsspitzen die Zeit nutzen, um die Bewerbungen zu sondieren. Insbesondere den Freien Wählern fällt hierbei eine besondere Rolle zu: Sie haben für den Posten das Vorschlagsrecht – und bereits öffentlich bekräftigt, dass sie es auch ausüben wollen.

Im Rathaus gehen die Planer zurzeit davon aus, dass direkt nach Ende der Sommerferien Vorstellungsrunden bei den Fraktionen terminiert werden können. Als frühester Tag für eine Wahl des Otte-Nachfolgers rückt Dienstag, 24. September, in den Blickpunkt. Der an diesem Datum vorgesehenen Ausschusssitzung könnte eine Vollversammlung zur Wahl vorausgehen, heißt es. Die erste reguläre Gemeinderatssitzung nach der Sommerpause wäre erst am 8. Oktober.

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