Die Umayyad Moschee in Aleppo ist durch die Kämpfe stark beschädigt worden. Foto: dpa

Im syrischen Aleppo sind am Mittwochmorgen mindestens 14 Granaten von Regierungstruppen auf die von Rebellen gehaltenen Stadtgebiete geschossen worden, berichten Beobachter.

Aleppo - Die regierungstreuen Truppen in Syrien haben nach Angaben von Aktivisten am Mittwoch ihre Angriffe auf die letzten Rebellengebiete in Aleppo wieder aufgenommen.

Die Truppen von Syriens Machthaber Baschar al-Assad hätten am Mittwochmorgen mindestens 14 Granaten in die noch von den Rebellen gehaltenen Straßenzüge abgeschossen, sagte der Leiter der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman, der Nachrichtenagentur AFP. Auch die russische Armee sprach von einer Wiederaufnahme der Kämpfe. Die russische Nachrichtenagentur Tass berichtete mit Verweis auf das russische Verteidigungsministerium vom gescheiterten Versuch der Rebellen, die Belagerung durch die syrische Armee zu durchbrechen.

Busse zurückbeordert

Die syrische Regierung hat außerdem alle Busse zurückbeordert, die zum geplanten Abzug der Rebellen aus dem umkämpften Ostteil Aleppos bereitstanden. Aus regierungstreuen Kreisen hieß es am Mittwoch, dies signalisiere, dass die Abmachung zwischen Regierung und Rebellen zum Abzug gescheitert sein könnte.

Mehrere Busse, die am Rande der von den Rebellen noch kontrollierten Gebiete in Ost-Aleppo gewartet haben, seien zurückgezogen worden. „Die Verzögerungen beim Abzug der Aufständischen, ihrer Familien und anderer Zivilisten gehen auf Unstimmigkeiten zwischen den Anführern der Rebellen zurück“, hieß es aus Regierungskreisen.

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