Auf dieser Fläche zwischen Tamm, Asperg und Ludwigsburg könnte eine Landeserstaufnahmestelle entstehen Innenminister Thomas Strobl hörte sich nun die Sorgen der Initiative an. Foto: Werner Kuhnle/dpa

Immer wieder versucht die Bürgerinitiative mit Politikern ins Gespräch zu kommen. Mit Strobl war nun ein echtes Schwergewicht zu Besuch – und er kam nicht allein.

Nach dem Gespräch mit Justizministerin Marion Gentges vor eineinhalb Jahren hatte die Bürgerinitiative gegen die Bebauung des Schanzackers diese Woche erneut prominenten Besuch. Am Montagabend war Baden-Württembergs Innenminister und stellvertretender Ministerpräsident Thomas Strobl (CDU) bei der Bürgerinitiative „Gemeinsam gegen LEA Tamm-Asperg“ (BI) zu Gast. Rund 20 Mitglieder der Initiative, die sich gegen die Bebauung des sogenannten Schanzackers engagieren, kamen zu dem nichtöffentlichen Gespräch zusammen. Pressevertreter waren auf Wunsch des Ministers nicht eingeladen.

 

Das Treffen geht auf eine Begegnung am Rande eines Wahlkampftermins zur Bundestagswahl im Februar zurück. Damals hatten BI-Mitglieder Strobl angesprochen, woraufhin dieser ein längeres Gespräch in Aussicht stellte – ein Versprechen, das er nun einlöste.

„Da hat er besonders eifrig mitgeschrieben“

Neben Strobl nahmen auch der Bundestagsabgeordnete Fabian Gramling, Ludwigsburgs Polizeipräsident Thomas Wild, Erwin Grosser, Leiter der Schutzpolizeidirektion, sowie CDU-Landtagskandidat Lukas Tietze an dem Austausch teil.

Laut BI-Sprecher Thomas Walker stand das Thema öffentliche Sicherheit im Mittelpunkt des Gesprächs. „Es war ein informativer Austausch, uns wurde aufmerksam zugehört“, so Walker. Besonders betonten die BI-Mitglieder ihre Sorgen um die Sicherheit im Freibad Asperg. „Das hatte Strobl wohl nicht auf dem Schirm“, sagt Walker. „Da hat er besonders eifrig mitgeschrieben.“

Obwohl das Gespräch ursprünglich auf 90 Minuten angesetzt war, blieb Strobl laut Walker rund drei Stunden – Gramling sogar vier. „Das zeigt Wertschätzung, vielleicht steckt aber auch ein wenig Strategie dahinter, mit Blick auf die Landtagswahlen“, meint Walker.

Die Bürgerinitiative hofft nun, dass der Innenminister die geäußerten Sicherheitsbedenken rund um den geplanten LEA-Standort Schanzacker mit nach Stuttgart nimmt – und sie dort ernsthaft berücksichtigt.