Auch der Leipziger Kleinverlag Voland & Quist ist von der KNV-Insolvenz betroffen. Die Geschäfte führen Sebastian Wolter, Karina Fenner und Leif Greinus (von links). Foto: Christiane Michel Foto:  

Vier Monate nach der Insolvenz des Stuttgarter Buchgroßhändlers KNV zeigt sich: Für viele Verlage sind Einnahmen für immer verloren. Doch zumindest sind die Existenzängste vieler Kleinverleger geringer geworden.

Stuttgart/Leipzig - Als die Nachricht von der Insolvenz des Stuttgarter Buchgroßhändlers Koch, Neff & Volckmar (KNV) Mitte Februar den Leipziger Kleinverlag Voland & Quist erreichte, war es für Geschäftsführer Sebastian Wolter ein Schock. Ein Totalausfall hätte Voland & Quist und andere Verlage mitreißen können, denn KNV fungiert unter anderem als Zwischenhändler zwischen Verlagen und Buchhändlern. Mithilfe von KNV können sie Bücher kostengünstig lagern, über Nacht ausliefern und abrechnen lassen. „Viele der kleinen Verlage mussten erst einmal prüfen, ob sie selbst in die Insolvenz müssen“, sagt Wolter. „Für die Branche war das ein Fanal, die Wut war groß.“

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