Brunnen am Marktplatz versorgt auch die Markt-Beschicker mit Wasser. Foto: Martin Haar

Die Stiftung Stuttgarter Brünnele macht sich um die Wasser- und Lebensspender verdient. In der Innenstadt und in den Stadtbezirken sind mehr als 250 Anlagen und Wasserspiele zu entdecken.

Stuttgart - Seit April heißt es in der Stadt: Wasser marsch! Da hatte Bürgermeister Dirk Thürnau in einem symbolischen Akt den Pusteblume-Brunnen in der Königstraße nach der Winterpause wieder sprudeln lassen. Damals war es noch recht kühl – ganz im Gegensatz zu den aktuellen Temperaturen. In diesen Tagen sind die Brunnen (auch die Trinkwasserbrunnen) wichtiger denn je.

In Stuttgart hat sich Stiftung Brünnele um die Wasserspender verdient gemacht. „Sie engagiert sich seit Jahren, um die Brunnen vor Verfall und Versiegen zu bewahren. Viele Anlagen wie der Paulinenbrunnen am Rupert-Mayer-Platz oder der Springbrunnen im Park der Villa Berg konnten nur durch die Unterstützung der Stiftung saniert werden. Wer einen Teil dazu beitragen will, die traditionsreichen Bauwerke zu erhalten, kann dies durch die Übernahme einer Brunnen-Patenschaft tun“, lobt Thürnau die Arbeit der Stiftung.

Stuttgart ist tatsächlich eine veritable Brunnenmetropole. In der Innenstadt und in den Stadtbezirken sind mehr als 250 Anlagen und Wasserspiele zu entdecken, die das Straßenbild zieren, die Aufenthaltsqualität von Parks und Plätzen erhöhen und an heißen Sommertagen Erfrischung bieten. Einige von ihnen dienten in der Vergangenheit zur Wasserversorgung von Mensch und Tier, andere wiederum waren und sind Zierrat für Gebäude, Grünanlagen und Naherholungsflächen.

250 Brunnen in der Stadt

Die Brunnen und Wasserspiele haben in unterschiedlichen Epochen ihren Ursprung. Einige, vor allem die Anlagen im Schlossgarten, wurden 1961 anlässlich der Bundesgartenschau erbaut, andere, wie zum Beispiel der Galateabrunnen am Eugensplatz oder der Postplatzbrunnen am Rotebühlplatz, stammen aus dem 19. Jahrhundert. Der älteste Brunnen dürfte der Schlenklinsbrunnen in Heslach sein, der bereits im Jahr 1343 im Zinsbuch des Esslinger Spitals aufgeführt wurde.

Die Zuständigkeiten für die mehr als 250 Brunnen und Wasserspiele verteilen sich auf vier Betreiber, wobei die Stadt Stuttgart für rund 230 Anlagen verantwortlich ist. Nahezu 170 Brunnen liegen im Zuständigkeitsbereichs des Tiefbauamts, die anderen 60 Anlagen werden vom Garten-, Friedhofs- und Forstamt verwaltet. Weitere Betreiber sind die Netze BW Wasser GmbH und Vermögen und Bau Baden-Württemberg Amt Stuttgart. Die städtischen Anlagen werden regelmäßig gewartet und gereinigt.

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