Der Betreiber Autostrade hat 500 Millionen Euro für den Wiederaufbau der Bücke zugesagt. Foto: ANSA/AP

Eine halbe Milliarde Euro will der Betreiber Autostrade für den Wiederaufbau der eingestürzten Morandi-Brücke sowie für Hilfszahlungen an die Stadt Genua bereitstellen. Gleichzeitig weist er alls Schuld an dem Unglück von sich.

Rom - Nach dem folgenschweren Einsturz der Morandi-Brücke in Genua hat der Betreiber Autostrade per l’Italia 500 Millionen Euro für den Wiederaufbau der Autobahnbrücke sowie für Hilfszahlungen an die Stadt Genua zugesagt.

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Ab Montag stehe eine halbe Milliarde Euro bereit, sagte Unternehmenschef Giovanni Castelluccio am Samstag bei einer Pressekonferenz. Seine Gesellschaft könne eine neue Brücke in acht Monaten bauen, sobald die nötigen Genehmigungen vorlägen.

Gleichzeitig wies er die Verantwortung für den verheerenden Brückeneinsturz in Genua von sich. „Wir denken nicht, dass die Voraussetzungen vorliegen, Verantwortung für ein Ereignis zu übernehmen, dessen Ursache zunächst noch ermittelt werden muss.“

Bei dem Brückeneinsturz waren am Dienstag nach neuesten Erkenntnissen 43 Menschen gestorben, hunderte Anwohner mussten ihre Häuser verlassen.

Einige Gebäude müssen abgerissen werden

Rund 600 Menschen waren nach dem Einsturz der Brücke gezwungen, ihre Häuser und Wohnungen zu verlassen. Die Gebäude, die teils unterhalb der Brücke stehen, müssen nach Behördenangaben abgerissen werden.

Premierminister Giuseppe Conte hatte am Freitag einen Prozess eingeleitet, um der der privaten Betreibergesellschaft Autostrade per l’Italia ihre Lizenz zu entziehen.

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