Montagelinie in Kirchheim-Nabern: An diesem Standort hat Daimler seit langem rund um Brennstoffzelle Know-how aufgebaut. Foto: Daimler AG/Daimler AG - Global Communicatio

Daimler gründet eine Brennstoffzellen-Tochter. Für den Stuttgarter Autobauer ist das ein weiterer Schritt zur Bündelung der Kräfte mit Volvo. Daimler spricht gar von einem Meilenstein auf dem Weg zur Serienfertigung von Brennstoffzellensystemen.

Stuttgart - Daimler hat einen weiteren Schritt zur Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens für Brennstoffzellen mit dem Lastwagenhersteller Volvo vollzogen. Die Truck-Tochter des Autokonzerns hat die Daimler Truck Fuel Cell GmbH & Co. KG gegründet. Damit sei der organisatorische und rechtliche Rahmen für die Bündelung aller konzernweiten Brennstoffzellenaktivitäten geschaffen, teilte das Stuttgarter Unternehmen mit. Dies sei ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Serienfertigung von Brennstoffzellensystemen, sagte Daimler-Truck-Chef Martin Daum.

Bis Jahresende am Start

Geschäftsführer der neuen Gesellschaft sind Christian Mohrdieck und Andreas Gorbach. Mohrdieck leitet bereits seit 2003 die Brennstoffzellenentwicklung im Daimler-Konzern, Gorbach ist seit Anfang Mai dieses Jahres in leitender Funktion für diesen alternativen Antrieb im Nutzfahrzeugbereich zuständig, zuvor hatte er verschiedene Führungspositionen in der Motorenentwicklung.

Die Lkw-Hersteller Daimler und Volvo haben im April angekündigt, dass sie ihre Kräfte bei der Entwicklung und Vermarktung des Brennstoffzellenantriebs für schwere Nutzfahrzeuge, aber auch für stationäre Anwendungen bündeln wollen. Dazu soll bis Jahresende ein Gemeinschaftsunternehmen an den Start gehen, in das die jetzt gegründete Tochter übergehen soll. Der Sitz des neuen Unternehmens mit rund 250 Mitarbeitern soll in Nabern bei Kirchheim/Teck sein, wo Daimler seit Langem an der klimafreundlichen Technik arbeitet. In der Brennstoffzelle wird aus Wasserstoff und Sauerstoff elektrischer Strom gewonnen.

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