Schnellbremsung bei etwa 60 Stundenkilometern: Fahrzeugführer bringt S-Bahn geistesgegenwärtig zum Stehen. Die Bundespolizei warnt und sucht Zeugen.
Zeugen sucht die Bundespolizei für einen Vorfall, der sich in der Nacht von Freitag auf Samstag in Esslingen-Zell ereignet hat. Eine S-Bahn sei zu einer Schnellbremsung gezwungen worden, weil ein Unbekannter sich an die Bahnsteigkante gelehnt habe. Ermittelt wird wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.
Der Triebfahrzeugführer einer einfahrenden S-Bahn der Linie S1 gab der Polizei gegenüber zu Protokoll, dass sich ein Unbekannter gegen 0.05 Uhr im Gleisbereich aufgehalten habe. Der Mann soll sich gegen den Bahnsteig 3 gelehnt haben. Der Fahrzeugführer hat den Mann nach eigenen Angaben bemerkt und bei einer Geschwindigkeit von etwa 60 Stundenkilometern eine Schnellbremsung eingeleitet. Der dunkel gekleidete Mann habe sich aus dem Staub gemacht. Durch den Vorfall soll laut Polizei aber keiner der Passagiere in dem Zug verletzt worden sein.
Die Bundespolizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet und sucht in diesem Zusammenhang nach Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können. Sie werden gebeten, sich unter der Rufnummer: 0711/5 50 49 10 20 oder per E-Mail an: bpoli.stuttgart.oea@polizei.bund.de zu melden.
Aufenthalt im Gleisbereich ist lebensgefährlich, warnt die Bundespolizei
Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Aufenthalte im Gleisbereich lebensgefährlich sind. Die weiße Linie an Bahnsteigen markiere den Sicherheitsabstand zum Gleis. Ein Aufenthalt zwischen Bahnsteigkante und der weißen Linie sei verboten. Selbst bei einer sofort eingeleiteten Notbremsung kämen Züge erst nach mehreren Hundert Metern zum Stehen.