Eine Reihe von mutmaßlichen Brandstiftungen ereignet sich innerhalb weniger Tage. Einmal wird die Feuerwehr sogar während eines laufenden Einsatzes erneut alarmiert.
Innerhalb weniger Tage haben an vier Orten in der Stadt Mülltonnen gebrannt. Die Polizei untersucht, ob eventuell ein Zusammenhang besteht, bestätigt eine Pressesprecherin – auch wenn die Tatorte nicht in unmittelbarer Nähe liegen. Aber zumindest geschahen zwei Taten in einer Nacht. Im Oktober waren es nun insgesamt vier Fälle, im Stuttgarter Osten, im Süden und in der Stadtmitte.
Besonders tief sitzt der Schreck bei den Anwohnerinnen und Anwohnern an der Arminstraße im Stuttgarter Süden, die in der Nacht zum Samstag von der anrückenden Feuerwehr geweckt wurden. Denn dort hatte bereits im vergangenen Jahr ein Mann Tonnen im Hinterhof angezündet. Wieder brannte es dort, und dieses Mal wurde die Fassade eines Hauses stark in Mitleidenschaft gezogen. Dort brannte es in der Nacht zum Samstag. Da die vermutlich mutwillig angezündeten Tonnen in einer Einfahrt zwischen zwei Gebäuden standen, schlug das Feuer auch auf die Fassade über. Den Sachschaden gibt die Polizei mit mehreren Zehntausend Euro an.
In der Nacht zu Donnerstag brennt es an drei Stellen
Gleich zu zwei Bränden ist die Feuerwehr in der Nacht zum Donnerstag ausgerückt. Gegen 23.45 Uhr schlugen Anwohner Alarm, weil an der Bopserstraße in Stuttgart-Mitte eine Papiertonne brannte. Ein Holzschuppen fing dabei Feuer, und auch eine Fassade wurde beschädigt. Auch hier wird von einem Sachschaden in Höhe von mehreren Zehntausend Euro ausgegangen.
Bereits drei Stunden früher, gegen 20.45 Uhr, war an der Lehmgrubenstraße im Osten ein Mülltonnenbrand entdeckt worden. Auch hier stand die Tonne in einem Durchgang, sodass es zu Schäden am Haus kam. Doch bei diesem Fall blieb es nicht. Noch während die Feuerwehr diesen Brand löschte, wurde sie an die Ostendstraße gerufen. Dort brannte ein Mülleimer in der Nähe des Jugendhauses.
Die Kriminalpolizei hofft nun auf Zeugenhinweise, um den Tatpersonen auf die Spur zu kommen. Ob ein Zusammenhang besteht, ist laut einer Sprecherin der Polizei schwer zu sagen. Zum Teil lägen die Tatorte nahe beieinander, aber zwischen anderen sei der Abstand groß. Zeuginnen und Zeugen werden gebeten, sich unter Telefon 0711/89905778 zu melden.