In Remseck am Neckar brannte in der Nacht zum Dienstag eine Gaststätte komplett aus. Foto: www.7aktuell.de | Yannik Specht

Die Feuerwehr war mit 96 Einsatzkräften vor Ort, um den Brand in einem ehemaligen Gasthof in Remseck zu löschen. Das Gebäude grenzt an eine Flüchtlingsunterkunft, die Polizei geht von Brandstiftung aus. Der Staatsschutz ermittelt.

Remseck am Neckar - In einem leerstehenden Gasthaus in Remseck am Neckar (Kreis Ludwigsburg) ist unmittelbar neben einer Flüchtlingsunterkunft absichtlich Feuer gelegt worden. Verletzt wurde nach Polizeiangaben vom Dienstag niemand.

Anwohner hatten gegen 2.45 Uhr die Feuerwehr alarmiert, nachdem sie Flammen in dem maroden Gebäude in der Ludwigsburger Straße im Ortsteil Neckargröningen bemerkt hatten. 47 der 50 Bewohner der angrenzenden Flüchtlingsunterkunft wurden in Sicherheit und während der Löscharbeiten in eine nahe gelegene Sammelunterkunft gebracht, drei waren zum Brandzeitpunkt nicht in dem Haus. Hinweise auf eine fremdenfeindliche Tat werden geprüft. Der Staatsschutz habe die Ermittlungen übernommen.

Die Feuerwehr war mit 96 Einsatzkräften vor Ort. Um 3.45 Uhr war der Brand im ehemaligen Gasthof "Lamm" gelöscht.

Wie ein Polizeisprecher mitteilte, wurden mehrere Brandherde in dem Haus entdeckt. Aufgrund der Spuren gehen die Ermittler von Brandstiftung aus. Die Asylunterkunft wurde durch das nächtliche Feuer nicht in Mitleidenschaft gezogen, so dass später alle Bewohner ihre Zimmer wieder beziehen konnten.

Das Gasthaus sei nicht für die Unterbringung von Flüchtlingen geplant gewesen, so der Sprecher. Den Schaden schätzt die Polizei auf 250.000 Euro.

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