Mit einem größeren Aufgebot muss die Feuerwehr einen Brand in Stuttgart-Möhringen löschen. Brandermittler der Kripo suchen jetzt in einer vermüllten Wohnung nach der Ursache.
Nach dem Brand in der Wohnung eines Mehrfamilienhauses am Montagabend in Möhringen sucht nun die Stuttgarter Kripo nach der Ursache. Bisher sind weder eine Brandstiftung noch ein technischer Defekt ausgeschlossen. Das Feuer hatte Einsatzkräfte aus drei Feuerwachen, der Freiwilligen Feuerwehr Degerloch und des Rettungsdiensts in Atem gehalten. Nach einer ersten Meldung hatte der Bewohner zunächst als vermisst gegolten.
Nachbarn hatten gegen 20.30 Uhr in der Balinger Straße dicken Qualm im Treppenhaus des Mehrfamilienhauses bemerkt und die Feuerwehr über den Notruf 112 alarmiert. Die Quelle wurde in einer Wohnung im ersten Obergeschoss vermutet, vom Schicksal des Bewohners war zunächst nichts bekannt. „Wir sind deshalb auch mit starken Kräften angerückt“, sagt der Feuerwehrsprecher Daniel Anand, „zum Glück aber kam die betroffene Person recht schnell den eintreffenden Einsatzkräften entgegen.“ Der 53-Jährige wurde vom Rettungsdienst durchgecheckt, er hatte keine Verletzungen erlitten.
Die Nachbarn können in ihren Wohnungen bleiben
Nicht ganz so leicht war es, gegen das Feuer in der Wohnung vorzugehen. Die Räumlichkeiten waren mit zahllosen Gegenständen förmlich zugemüllt – mit der Gefahr zusätzlicher Glutnester. Mit zwei Löschrohren vom Treppenhaus und vom Balkon aus rückten die Wehrmänner dem Brand zu Leibe, hatten das Feuer gegen 21 Uhr unter Kontrolle und weitere zehn Minuten später schließlich gelöscht. Mit einem Hochleistungslüfter und der Rauchabzugsanlage im Gebäude wurde das Treppenhaus rauchfrei gehalten. Die übrigen Bewohner konnten derweil in ihren Wohnungen bleiben. Gegen 22 Uhr war der Einsatz beendet.
Längst nicht beendet ist dagegen die Arbeit der Polizei. Die Brandermittler der Kriminalpolizei begutachteten am Dienstag die Wohnung. Dabei geht es zunächst darum, einen Brandherd ausfindig zu machen und dort die erste Frage zu klären, ob ein technischer Defekt das Feuer ausgelöst haben könnte. Gibt es hierfür keine Anhaltspunkte, könnte auch der Verdacht einer fahrlässigen oder vorsätzlichen Brandstiftung im Raum stehen. Über die Schadenshöhe lag zunächst keine Schätzung vor.