Polizei und Feuerwehr verhinderten, dass ein Feuer aus einem brennenden Müllcontainer auf ein Haus übergreift. Das Gebiet rückt aufgrund von Vandalismus immer wieder in den Fokus.
Wieder einmal hat es am Wochenende gebrannt beim Gelände Neuer Markt in Leinfelden. Am Samstagabend gegen 20.30 Uhr meldeten mehrere Anrufer den Brand eines Müllcontainers in der Straße Neuer Markt. Dabei wurden mehrere, nicht näher beschriebene Jugendliche erwähnt, die vom Tatort weggerannt seien. Eine Fahndung mehrerer Polizeistreifen blieb allerdings erfolglos. Die Feuerwehr ist mit drei Fahrzeugen und 15 Einsatzkräften ausgerückt und verhinderte so, dass das Feuer auf ein Gebäude übergreifen konnte. Es entstand aber ein Sachschaden an der Fassade des Gebäudes und dem Müllcontainer in Höhe von etwa 7000 Euro. Das Polizeirevier Filderstadt hat die Ermittlungen aufgenommen.
Stadt hat Ende des vergangenen Jahres eine Streetworkerin eingestellt
Die Polizei sieht laut ihrem Sprecher Christian Wörner vom Präsidium Reutlingen kein schwieriges Gebiet auf dem Neuen Markt und drumherum. Aber es sei schon eines, das etwas mehr Aufmerksamkeit erfordere als andere. Die Stadt hat darauf reagiert und Ende vergangenen Jahres eine Streetworkerin eingestellt, die als Mitglied des Stadtjugendrings den Kontakt mit jungen Menschen aus der Stadt sucht.
Denn auf dem Gelände Neuer Markt hat es Vorfälle gegeben, die so nicht hinnehmbar waren. So seien dort laut Bürgermeister Carl-Gustav Kalbfell Pflanzkübel verstellt, Mülleimer angezündet, Verpackungen und Essensreste absichtlich liegen gelassen worden. Ebenso habe man den Betrieb der Stadtbücherei am Ort mit viel Lärm und unsachgemäßen Umgang mit den Medien der Bücherei gestört. In der Bücherei selbst sowie daneben in der Volkshochschule seien Toiletteneinrichtungen zerstört worden. Ansprachen, Ermahnungen und Hausverbote durch das Büchereipersonal seien nicht beachtet worden.
Jugendliche besser einbinden
Der Stadtjugendring kümmere sich auch deshalb um diese jungen Menschen, da es für diese bisher keine Anlaufstelle gegeben habe in der Stadt, so Sandra Fromme, Geschäftsführerin des Stadtjugendrings: „Wir wollen junge Leute auffangen, die durchs Raster fallen.“ Deshalb soll diese Arbeit aufs gesamte Stadtgebiet ausgeweitet werden mit Unterstützung von Akteuren aus anderen Jugendeinrichtungen. Sie sollen belastbare Beziehungen mit den Mädchen und Jungen aufbauen.