In Hemmingen hat es am Freitag zweimal gebrannt. Der mutmaßliche Brandstifter wurde festgenommen. Foto: factum/Granville

In einer Flüchtlingsunterkunft brennt es am Freitag in Hemmingen gleich zweimal. Noch am selben Abend nimmt die Polizei einen Verdächtigen fest, der möglicherweise für einen weiteren Brand verantwortlich ist.

Hemmingen - Ein 24 Jahre alter Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft in der Hochdorfer Straße in Hemmingen (Landkreis Ludwigsburg) steht im Verdacht, dort am Freitag zwei Brände gelegt zu haben. Wie die Polizei berichtet, war am Freitag gegen 14.30 Uhr zunächst ein Bett in einem Zimmer im Erdgeschoss in Brand geraten. Zu diesem Zeitpunkt hielten sich in dem Gebäude mehrere Personen auf, verletzt wurde aber niemand. Der entstandene Schaden beläuft sich auf etwa 50.000 Euro. Da das Erdgeschoss vorläufig nicht bewohnbar ist, wurden die betroffenen Bewohner anderweitig untergebracht.

Gegen 18 Uhr brannte in einem unbewohnten Zimmer im ersten Obergeschoss des selben Gebäudes erneut eine Matratze. Das Feuer wurde rechtzeitig entdeckt und gelöscht. Als der Brand ausbrach, waren keine Personen im Gebäude. Der geschätzte Schaden beläuft sich hier auf etwa 200 Euro.

Der 24-Jährige hat gestanden

Bereits am Freitagabend fiel der Verdacht auf einen 24-jährigen Syrer, der das Einzelzimmer, in dem der erste Brand ausgebrochen war, bewohnte. Bei einer Vernehmung gestand er, die Brände gelegt zu haben. Die Polizei vermutet, dass psychische Probleme der Auslöser waren. Der junge Mann wurde noch am Abend festgenommen und auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart am Samstag einem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ wegen schwerer Brandstiftung Haftbefehl und wies den Tatverdächtigen in eine Justizvollzugsanstalt ein.

Ob der Mann auch für einen Brand in einer anderen Unterkunftin der Patronatstraße in Hemmingen am Abend des 23. Mai 2018 verantwortlich ist, müssen laut Polizei weitere Ermittlungen zeigen. Zu diesem Zeitpunkt wohnte der 24-Jährige in dieser Unterkunft.

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