Nach dem schweren Brand eines Sattelzug-Aufliegers im Engelbergtunnel bei Leonberg läuft die Ursachenforschung. Nun teilt die Polizei erste Erkenntnisse mit – und sucht Zeugen.
Ein defekter Reifen könnte laut Polizei die Ursache für den verheerenden Brand im Engelbergtunnel bei Leonberg vom Dienstagnachmittag sein. Ein mit acht Tonnen Kühlschränken beladener Auflieger eines Sattelzugs war dabei komplett ausgebrannt, es gab Verletzte, zudem wurde der Tunnel massiv beschädigt.
Aufgrund dieser Reifenpanne habe sich während der Fahrt mutmaßlich eine große Hitze am betroffenen Rad gebildet, welche letztlich zum Brand des Aufliegers führte. „Als der Lkw-Fahrer dies entdeckte, stoppte er den Sattelzug kurz nach dem Tunnelportal“, schreibt die Polizei in ihrer Pressemitteilung weiter. Der Fahrer koppelte die Zugmaschine noch ab und stellte sie in einiger Entfernung ab.
Die Hitzeentwicklung selbst dürfte jedoch schon deutlich vor der Einfahrt in den Tunnel begonnen haben. Zur genaueren Rekonstruktion des Unglückshergangs sucht die Verkehrspolizei Ludwigsburg nun Zeugen, die am Dienstag, 3. März, zwischen 14.10 und 14.20 Uhr auf der A 81 zwischen den Anschlussstellen Ludwigsburg-Süd und dem Engelbergtunnel unterwegs waren – und die möglicherweise die Reifenpanne oder eine beginnende Rauchentwicklung an dem Sattelzugauflieger bemerkt haben.
Sachdienliche Hinweise nimmt die Verkehrspolizei telefonisch unter 07 11/6 86 90 oder per E-Mail an stuttgart-vaihingen.vpi@polizei.bwl.de entgegen.
Bei dem Feuer im Engelbergtunnel erlitten zwei Personen schwere Rauchgasvergiftungen, sie mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Der Rettungsdienst betreute insgesamt 35 betroffene Personen zumindest kurzzeitig. Außerdem wurden die Tunneltechnik, die Brandmeldeanlage sowie die Betondecke der Weströhre in Mitleidenschaft gezogen. Die Reparaturarbeiten werden Wochen dauern, es ist mit massiven und dauerhaften Einschränkungen im Straßenverkehr in und um Leonberg zu rechnen.