Tyson Fury (li.) erwartet Wladimir Klitschko in Manchester zum Kampf des Jahres. Foto: AFP

Am 29. Oktober wird der entthronte Box-Champion Wladimir Klitschko die Gelegenheit zur Revanche gegen Tyson Fury erhalten. Das WM-Duell im Schwergewicht wird in Manchester über die Bühne gehen. Im November 2015 hatte Fury den zuvor elf Jahre lang ungeschlagenen Klitschko nach Punkten besiegt.

Stuttgart - Die Freunde des Faustkampfes können sich auf den Höhepunkt des Boxjahres freuen: Nach langen Verhandlungen kommt es nun zum Rückkampf um die WM im Schwergewicht zwischen dem ungeschlagenen Briten und Weltmeister Tyson Fury (25 Kämpfe, 18 Knockouts) und dem langjährigen Regenten in der Königsklasse des Faustkampfes, Wladimir Klitschko(64 Siege, vier Niederlagen, 54 Knockouts). Beide Kontrahenten werden sich am 29. Oktober in der Manchester Arena, der mit 21.000 Plätzen größten Halle Großbritanniens, gegenüber stehen. Für den zuvor elf Jahre lang unbesiegten Klitschko, der Fury im vergangenen November in Düsseldorf nach Punkten unterlag und somit sämtliche WM-Gürtel verlor, bietet sich damit die Chance zur Revanche. „Im ersten Duell haben wir ja gar keinen richtigen Boxkampf gesehen. Das lag auch an mir, weil ich Fehler gemacht habe“, sagte Wladimir Klitschko: „Das wird sich beim zweiten Duell ändern.“

Klitschkos Team sinnt auf Rache

„Das Team Klitschko ist sehr glücklich, nach der Absage Furys nun einen Termin gefunden zu haben. Die Manchester Arena ist eine der besten weltweit“, sagte Klitschko-Manager Bernd Bönte. „Wir wissen, das Wladimir in bester Form sein wird und wir sind zuversichtlich, dass er seine Schwergewichtstitel zurückholen wird.“

Bei der Schwergewichts-WM, die in Großbritanien sowie in den USA als Pay-Per-View im Fernsehen gezeigt wird (in Deutschland frei empfangbar auf RTL), geht es um die Gürtel der Verbände WBA und WBO. „Ich habe Klitschko einmal besiegt – und ich werde es wieder tun. Keine Sorge“, tönt Tyson Fury, der den ursprünglich für Juli anberaumten Kampf wegen einer angeblichen Knöchelverletzung abgesagt hatte. Daran bestehen jedoch Zweifel. Nur kurze Zeit später war er während der EM in einem Video mit englischen Fußball-Fans in Frankreich trinkend und tanzend in einer Kneipe zu sehen.

Dopinggerüchte um Tyson Fury

Zudem waren Dopinggerüchte um Fury aufgekommen. In der angeblichen Affäre gibt es noch keine Aufklärung. Bei Fury sollen nach dem Kampf gegen den Hamburger Christian Hammer im Februar 2015 erhöhte Nandrolonwerte festgestellt worden sein, hatte eine englische Zeitung berichtet. Es soll eine Anhörung Furys gegeben haben, Konsequenzen seien aber nie gezogen worden. Im November 2015 gewann Fury den WM-Kampf gegen Klitschko. Bei einem Dopingvergehen zuvor hätte er aber gesperrt werden müssen.

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