Harter Schlag: Gennady Golowkin trifft IBF-Weltmeister David Lemieux hart Foto: AP

Wieder mal nur Kurzarbeiter: Boxstar Gennady Golowkin (33) hat IBF-Weltmeister David Lemieux aus Kanada nach nur acht Runden entthront. Für den WBA-Superchampion aus Stuttgart war es der 34. Sieg im 34. Profikampf – und wieder einmal vorzeitig.

New York/Stuttgart - Egal, wer sich ihm in den Weg stellt, Gennady Golowkin haut sie alle um. Nächster Kandidat: der Kanadier David Lemieux. Den IBF-Weltmeister im Mittelgewicht malträtierte der 33 Jahre alte WBA-Superchampion vor 20 548 Zuschauern im ausverkauften New Yorker Madison Square Garden nach allen Regeln der Kunst. Nach 1:32 Minuten in der achten Runde hatte der Ringrichter ein Einsehen und nahm den arg gezeichneten Lemieux aus dem Kampf. Sehr zur Freude von Gennady Golowkin.

 

Denn mit dem Sieg bleibt der in Stuttgart lebende Kasache in seiner Profikarriere ungeschlagen. Im 34. Kampf war es der 34. Sieg, 31 davon hat er vorzeitig beendet. Und die Bilanz ist noch eindrucksvoller, wenn man bedenkt, dass Golowkins letzter Punktsieg mehr als sieben Jahre zurückliegt.

„Das war ein wichtiger Kampf für mich. Ich habe meinen Fans und Freunden eine große Show geboten“, sagte der frühere Amateur-Weltmeister. In seinem ersten Pay-TV-Kampf zermürbte Golowkin seinen Gegner, der zuvor 31 K.-o.-Erfolge in 36 Kämpfen gefeiert hatte. Lemieux war in jeder Runde unterlegen. „Ich habe Respekt vor dem Kämpfer Golowkin“, schnaubte der Verlierer nach dem Vereinigungskampf: „Er war heute der bessere Mann, aber wir werden uns in der Zukunft wiedersehen.“

Vorerst aber nicht. Auf Golowkin wartet die Pflichtverteidigung gegen Tureano Johnson (Bahamas), auch wenn er andere Ziele hat. „Ich will alle Gürtel im Mittelgewicht“, kündigt der Kasache an. Dafür müsste er im Frühjahr dann den Sieger aus dem Kampf zwischen Canelo Alvarez (Mexiko) und Miguel Cotto (Puerto Rico), die am 21. November in Las Vegas um den WBC-Titel boxen, bezwingen. In der aktuellen Form wird das für Golowkin aber wohl kein Problem.