Foto: Lederer

Die Polizei hat einen Tatverdächtigen festgenommen, der seit Monaten sein Unwesen treiben soll.

Botnang - Ein brennendes Gartenhaus, in Flammen stehende Papiermülltonnen, zugeklebte Türschlösser und jede Menge zerstochener Reifen: Die Anwohner rund um die Himmerreich- und Nöllen-straße wurden seit Ende vergangenen Jahres immer wieder mit solchen Szenarien konfrontiert. Zuletzt wurden am vergangenen Wochenende an insgesamt sieben Fahrzeugen die Reifen zerstochen.

Nun hat die Polizei am Donnerstag einen 39 Jahre alten Tatverdächtigen verhaftet und dessen Wohnung durchsucht. An diesem Freitag soll der polizeibekannte Mann dem Haftrichter vorgeführt werden. Das bestätigt auch Polizeisprecherin Daniela Waldenmaier auf Nachfrage.

„Das sind gute Nachrichten“, sagt Martin Müller. „Ich wäre sehr froh, wenn das alles jetzt ein Ende hätte.“ Müller wohnt an der Himmerreich-straße und ist direkt betroffen. Auch am Auto seiner Frau wurde ein Reifen zerstochen. „Ich habe es aber erst beim Fahren gemerkt“, sagt Müller. Zum Glück sei er „nur“ in Botnang unterwegs gewesen und nicht auf der Autobahn. Sein Reifenhändler hätte sich den Schaden angeschaut und festgestellt, dass ein Messerstich für den Plattfuß verantwortlich war. Die Kosten für den neuen Reifen musste Müller selbst tragen.

Der nächste Schritt: eine Kamera zur Überwachung

Einen seiner Nachbarn hätte es aber noch viel schlimmer getroffen. Insgesamt seien an seinem Auto schon vier Reifen zerstochen worden. „Ich habe mir schon überlegt, am Haus eine Kamera anzubringen“, sagt Müller. Er hatte zusammen mit einigen Nachbarn sogar in Erwägung gezogen, sich am Wochenende auf die Lauer zu legen, um den oder die Täter auf frischer Tat zu ertappen. Er hofft, dass dies nun nicht mehr nötig sein wird.

Die Polizei prüft, ob der Tatverdächtige unter anderem auch für vier Brandstiftungen verantwortlich ist. An Heiligabend 2012 musste eine brennende Papiermülltonne an der Nöllenstraße gelöscht werden. Am 26. Januar brannte an derselben Straße ein Garagentor. Am 17. März wurde die Verteilerstation einer Mobilfunkanlage angezündet, ehe in der Nacht zum 26. März an der Himmerreichstraße ein Gartenhaus in Flammen aufging. Dabei entstand ein Sachschaden in Höhe von 20 000 Euro.

Der Tatverdächtige wird zudem mit weiteren Sachbeschädigungen in Verbindung gebracht: Am 14. und 15. März wurden die Schlösser eines Wohnhauses und einer Tiefgaragen-Anlage an der Nöllenstraße mit Klebstoff beschädigt. Und auch die Schäden an vier geparkten Autos, die in der Nacht zum 24. Dezember, zum 1. Januar und am 14. Februar entstanden sind, sollen auf das Konto des Verdächtigen gehen – genauso wie die Taten vom vergangenen Wochenende, als an weiteren sieben Autos Reifen zerstochen wurden.

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