Diese Plakate wurde in Dortmund an mehreren Stellen aufgehängt. Foto: Stephan Schütze/dpa

In Dortmund sorgen derzeit Plakate gegen Nazis für Verwundern. Denn die Botschaften sind mit dem Logo des BVB versehen. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke bestreitet eine Beteiligung seines Clubs.

Dortmund - Illegal aufgehängte Plakate mit teils drastischen Bekenntnissen gegen Nazis haben bei Borussia Dortmund für Verwunderung gesorgt. Die Botschaften trugen die Logos des Fußball-Bundesligisten und der Aussteiger-Organisation Exit. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke dementierte nach dem Spiel gegen Fortuna Düsseldorf (3:2) am Samstag aber eine Beteiligung des BVB: „Ich habe gehört, dass es diese Fake-Plakate gibt. Wir haben nichts damit zu tun. Ob wir uns dagegen wehren können, weiß ich nicht“, sagte Watzke.

Unbekannte hatten an mehreren Stellen in der Stadt die Plakate in Werbevitrinen aufgehängt. Auf den Plakaten waren angebliche Zitate von aktuellen und ehemaligen BVB-Spielern und Trainer Lucien Favre zu lesen. Marco Reus wird mit dem Satz „Lieber Schalkesieg als Nazikiez“ zitiert, der Satz „Dauerkarten für Naziaussteiger“ wurde mit Favre in Verbindung gebracht. 

„Borussia Dortmund steht für den Kampf gegen Rassismus und distanziert sich klar von jeglicher Form von Diskriminierung. Der BVB ist aber nicht Urheber der sich zurzeit im Umlauf befindlichen Plakate“, teilte der BVB per Twitter mit. Auch Exit distanzierte sich von der Aktion. Die Dortmunder Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.

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