Im Januar 2017 war der Obere See in Böblingen zuletzt zugefroren und lockte zum Eislaufen. Foto: Archiv

Schlittschuhlaufen auf den Böblinger Seen? Das wäre zurzeit lebensgefährlich und ist deshalb verboten, denn die Eisschicht ist viel zu dünn.

Die Versuchung ist groß, die Böblinger Seen scheinen zugefroren zu sein und manch einer dürfte versucht sein, die Schlittschuhe auszupacken und einige Runden auf der Eisfläche zu drehen. Doch der Schein ist trügerisch, wie die Stadtverwaltung Böblingen am Freitag mitteilt: „Die Eisdecken sind ungeachtet des aktuellen Frosts noch nicht durchgehend ausgebildet oder nur sehr dünn – auch wenn darauf gefallener Schnee anderes vermuten lässt.“ Daher gelte für alle Böblinger Seen per städtischer Allgemeinverfügung ein Betretungsverbot, die Schlittschuhe müssen vorerst im Schrank bleiben.

 

Am Oberen See und am Ganssee sind Hinweisschilder und Piktogramme aufgestellt, die beachtet werden müssen. An der Situation wird sich vermutlich auch nichts ändern. Denn voraussichtlich werden ab Ende der zweiten Kalenderwoche tagsüber wieder Temperaturen über null Grad Celsius erwartet. Als Gradmesser für die Tragfähigkeit gilt seit 2007 die 15-Zentimeter-Regel.

Murkenbach bremst Zufrieren

Nur wenn der Eispanzer durchgehend diese Dicke erreicht hat, geht der Daumen im Rathaus nach oben. Mit einer für große Gruppen betretbaren Eisschicht ist zu rechnen, wenn über mehrere Wochen und andauernd zweistellige Temperaturen unter Null Grad bestehen, heißt es aus dem Rathaus. Die Zeit brauche es, da der Obere See vom Murkenbach durchströmt ist und daher langsamer zufriert.