„AnsprechBarMobil“ lud Spaziergänger zu Kaffee, Gesprächen und Ostereiersuche ein
Am Ostermontag machte das „AnsprechBarMobil“ wieder Station an der kleinen Bernet-Kapelle im Sindelfinger Wald. Bei Kaffee, kalten Getränken und Gebäck konnten Spaziergänger eine Pause einlegen – Kinder durften sich zusätzlich über versteckte Osternester freuen. So hatte sich dieses Mal auch eine große Gruppe Erstkommunionkinder aus Sindelfingen zusammen mit ihren Eltern und Familienreferentin Cornelia Radi aufgemacht und schon auf dem Weg zur Kapelle in kleinen Stationen die Emmausgeschichte nacherlebt.
Das Konzept dieser schon bewährten mobilen Aktion an der Bernet-Kapelle ist einfach: Kirchengemeinderätin Johanna Dwojak von St. Joseph Sindelfingen und Annegret Hiekisch vom Dekanat Böblingen, dieses Mal noch unterstützt von Ingrid Schuck, fahren mit dem „AnsprechBarMobil“ in den Wald, bauen die mobile Bar auf, sagen freundlich Hallo und bieten eine Kleinigkeit an. Immer im Gepäck kleine niederschwellige Impulse, dieses Mal auch mit Bastelideen zu Ostern. Was dann passiert, lässt sich weder planen noch vorhersagen. Es kommt, wer kommt. Manche bleiben nur für eine Tasse Kaffee, andere verweilen länger und kommen miteinander ins Gespräch – ungezwungen und fern der Alltagshektik.
Berührende Begegnungen
„Wir kommen nicht, um zu missionieren oder zu werben, sondern einfach, um da zu sein und miteinander zu teilen, was uns als Menschen bewegt", berichtet eine der Initiatorinnen. Und auch diesmal entwickelten sich wieder intensive Gespräche: Ein älteres Ehepaar erzählte berührend von seiner Übersiedlung als Banater Schwaben in den 1990er Jahren und dem langen Weg des Ankommens in Sindelfingen. Eine alleinstehende Frau sprach über ihre regelmäßigen Waldspaziergänge – und die Ängste, die sie dabei manchmal begleiten. Ein Vater mit seinen drei Teenager-Söhnen berichtete, wie die Familie über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren gemeinsam die gesamte Bibel durchgelesen hatte, jeden Abend zwei Seiten. Und schnell war man im Austausch über das Tragende des Glaubens, aber auch so manches, was einem fremd und unverständlich ist.
Voneinander lernen
Die wichtigste Erfahrung dieser mobilen Aktionen ist die des wechselseitigen Lernens. Dabei braucht es nicht viel, um einen Raum für Dialog zu bereiten: Getränke, eine Kleinigkeit zu essen, Möglichkeiten zum Zusammenstehen oder Sitzen… - all das ist schnell aufgebaut. Und wenn dann noch eine Haltung der Offenheit, der freundlichen Zugewandtheit und ehrliches Interesse am anderen Menschen dazukommt, ist eine Atmosphäre geschaffen, die Begegnungen ermöglicht.
Das „AnsprechBarMobil“ ist als Instrument für solche niederschwellige Arten von Begegnungen auch in diesem Frühjahr und Sommer schon wieder von verschiedensten Akteuren gebucht.
Melden Sie sich gerne bei Projektleiterin Annegret Hiekisch (Annegret.hiekisch@drs.de), wenn auch Sie das Mobil für eine Aktion ausleihen möchten.
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