Die Schmutzwassergebühren sollen in Böblingen leicht ansteigen. Foto: picture alliance /dpa/Roland Weihrauch

Die gebühren sollen sich um 13 Cent pro verbrauchtem Kubikmeter Frischwasser erhöhen. Das verursachte im Technischen Ausschuss des Böblinger Gemeinderats eine kleine Diskussion unter den Stadträten.

Die Schmutzwassergebühren in Böblingen werden im kommenden Jahr voraussichtlich moderat ansteigen. Das wird der Technische Ausschuss dem Gemeinderat empfehlen. Diese Gebühren fallen pro verbrauchtem Kubikmeter Frischwasser an – dem Wasser also, das beispielsweise in der Waschmaschine oder beim Duschen zum Einsatz kommt und dann in der Kanalisation landet. Geplant ist eine Erhöhung um 13 Cent, von 1,95 Euro pro Kubikmeter Frischwasser auf 2,08 Euro.

 

Wieder etwas anderes sind die Niederschlagswassergebühren, die die Entsorgung des Regenwassers betreffen und je Quadratmeter abflussrelevanter Fläche anfallen, also beispielsweise von einer Hofeinfahrt. Diese Gebühren sollen im kommenden Jahr gleichbleiben und würden damit weiterhin bei 0,36 Cent pro Quadratmeter liegen.

Diskussion unter Stadträten

Als Hauptgrund für die geplante Steigerung nennt das Büro Heyder + Partner, das mit der Gebührenkalkulation beauftragt ist, Investitionen in die Kläranlage des Zweckverbands Böblingen/Sindelfingen, aber auch höhere Zinskosten und gestiegene Kosten für Bauleistungen. Die Gebührenerhöhung verursachte im Technischen Ausschuss des Böblinger Gemeinderats eine kurze Diskussion. „Muss diese Mehrbelastung wirklich sein?“, erkundigte sich Enzo Gaeta (SPD).

„Ich habe auch kurz geschluckt, aber lieber jetzt eine moderate Erhöhung, als später ein Sprung“, meinte Dorothea Bauer (Grüne). Ralf Sklarski (Freie Wähler) rechnete schließlich aus, dass die Mehrbelastung bei einem Vier-Personen-Haushalt bei 20 Euro im Jahr liegen würde. „Da will ich jetzt kein Fass aufmachen.“ Zumal man es selbst in der Hand habe, weniger Wasser zu verbrauchen und damit die Kosten zu senken. Die Vertreter des Technischen Ausschusses stimmten letztlich geschlossen für die Erhöhung, das letzte Wort hat der Gemeinderat.