Am vergangenen Wochenende haben fünf Trainer der Karateabteilung der SV Böblingen erfolgreich den zweiten und abschließenden Teil ihrer Gewaltschutztrainer-Ausbildung absolviert. Sie erhielten damit die vom Baden-Württembergischen Karateverband vergebene Lizenz "Gewaltschutztrainer Kinder/Schüler".
Die Ausbildung gliederte sich in zwei intensive Wochenenden. Der erste Teil vermittelte den Teilnehmern grundlegende Kenntnisse zum Gewaltschutz, informierte über verschiedene Zielgruppen wie Kinder/Schüler, Mädchen/Frauen sowie spezielle Berufsgruppen wie z.B. Mitarbeitende von Ämtern oder Rettungsdienste. Besonderes Augenmerk lag auf den rechtlichen Aspekten und der praktischen Umsetzung durch zahlreiche Rollenspiele und Beispiele.
Das zweite Ausbildungswochenende konzentrierte sich speziell auf die Arbeit mit Kindern und Schülern. Die angehenden Gewaltschutztrainer lernten, wie sie das Thema Gewaltschutz für 8- bis 10-jährige Kinder interessant und abwechslungsreich gestalten können. Dabei stand im Vordergrund, den Kindern Selbstbewusstsein zu vermitteln und ihnen wichtige Verhaltensregeln beizubringen, ohne ihnen Angst zu machen. Dabei ist die Einbindung der Eltern ein wichtiger Aspekt im Lernprozess.
Für ältere Schüler wurde ein anderer Ansatz vermittelt: Hier sollen Diskussionen angeregt werden, um ein gegenseitiges Verständnis für verschiedene Situationen, Handlungen und die damit verbundenen Gefühle und Folgen zu entwickeln.
"Gewaltschutz und Selbstbehauptung sind die wichtigsten Aspekte, um Konflikte rechtzeitig zu deeskalieren oder gar nicht erst entstehen zu lassen", erst wenn diese präventiven Maßnahmen nicht greifen, komme Selbstverteidigungswissen zum Einsatz.
Die SV Böblingen hat damit jetzt die Möglichkeit neben dem eigentlichen Karatetraining und Selbstverteidigungskursen für Erwachsene auch ganz gezielt Gewaltschutzkurse für Kinder/Schüler bzw. Mädchen/Frauen anzubieten, bzw. auch innerhalb der SVB durchzuführen.
Bei Interesse schreiben sie bitte an kontakt@karate-boeblingen.de
Bei uns daheim
Die hier veröffentlichten Artikel wurden von Vereinen und Gemeinden, Schulen und Kindergärten, Kirchengemeinden und Initiativen verfasst. Die Artikel wurden von unserer Redaktion geprüft und freigegeben. Für die Richtigkeit aller Angaben übernehmen wir keine Gewähr.