Im bayerischen Lindau startet unsere Route immer am Bodensee entlang. Foto: Oleksiy Mark

Der Bodensee lässt sich mit dem Fahrrad komplett umrunden. Uns gefällt aber besonders jener Teil des Radweges, der in Lindau beginnt und über Nonnenhorn, Kressbronn und Langenargen nach Friedrichshafen führt. Hier ist nicht nur für die Waden, sondern auch für Kopf, Geist, Gaumen und Seele was geboten.

Es ist die landschaftliche Vielfalt in Kombination mit einer schönen Streckenführung, die den Bodensee-Radweg zum Erlebnis macht. Ein Genuss für Radler, die nicht aufs Kilometer abspulen aus sind. Die Radroute beginnt im bayerischen Lindau, geht dann in Kressbronn nach Baden-Württemberg über und verläuft mit nur wenigen Anstiegen am Nordufer des Sees entlang. An der Spitze des Überlinger Sees muss man sich dann entscheiden: Für die anstrengende Variante über den Bodanrück oder den sanften Weg über Radolfzell. Es lohnt sich so oder so: Am Zeller See und Untersee warten Konstanz, die Mainau, die Reichenau und die Halbinsel Höri mit dem Hesse-Museum und Dix-Haus auf Radler mit Entdeckergeist. Noch ein paar mal kräftig in die Pedale getreten und schwups ist man in Stein am Rhein und damit in der Schweiz.

Unsere persönliche Herzensstrecke

Die gesamte Strecke ist ein Freizeitradler-Traum. Doch unser ganz persönliches Herzstück der Route ist jener Teil des Bodensee-Radweges, der durch Baden-Württemberg führt. Hier genießt man vom Sattel aus den Blick auf Wasser und Berge. Gemütlich schlängelt sich der Weg entlang von Naturschutzgebieten, durch Weindörfer und Apfelplantagen. Immer wieder recken Klosterkirchen keck ihre Turmspitzen in den Himmel, ein altes Weingut lädt zur Einkehr ein oder eine Eisdiele in einer der vielen Fußgängerzonen lockt mit cremiger Schleckerei.

Wir gehen ins Detail

Fürs Gesäß: milde, da die Wege überwiegend asphaltiert sind.

Für die Waden: locker, da es fast keine Steigungen gibt und nur wenige, geringe bis mittlere Anstiege: ein stärkerer vor Sipplingen und eine lange anspruchsvolle Steigung hinter Bodman auf den Bodanrück

Für die Kleinen und wenig Geübten: gut geeignet - mit Ausnahme der Route über den Bodanrück

Für die Ohren: Strecke meist ruhig, zwischen Lindau und Ludwigshafen verläuft der Radweg teilweise parallel zur Bundesstraße 31, zwischen Ludwigshafen und Dettingen sowie Konstanz und Allensbach mäßig starker Verkehr.

Fürs Auge und Näschen: das Naturschutzzentrum in Eriskirchen; der “Immenstaader Apfelweg“ in Immenstaad; das Affenfreigehege bei Salem; das Wollmatinger Ried; die Marienschlucht bei Langenrain; die Insel Mainau; die Insel Reichenau

Für den Geist: das Zeppelin-Museum für Technik und Kunst in Friedrichshafen; das Fischer- und Winzerdorf Hagnau; Meersburg; die Pfahlbauten in Unteruhldingen; die Wallfahrtskirche in Birnau; die Kultur- und Seemetropole Konstanz; die Insel Reichenau; die Halbinsel Höri mit dem Hesse-Museum.

Powered by Radsport Mayer

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: