Die Alte Reithalle ist am Samstag Schauplatz der Boa-Party gewesen. Foto: Lichtgut/Christoph Schmidt

Zum ersten Mal hat Boa-Gründer Werner „Sloggi“ Find im Herbst zu einer Party in die Alte Reithalle in Stuttgart eingeladen. Ob es eine Fortsetzung geben wird, ist unklar.

Stuttgart - Was die Wiener können, das können wir auch, das hat sich Werner Find, Gründer der Stuttgarter Kult-Disco Boa, gedacht. In der österreichischen Hauptstadt finden regelmäßig Partys mit der Musik 70er und 80er Jahre statt und zwar nicht in einer Halle im Irgendwo, sondern im Museumsquartier direkt an der Ringstraße, also mitten in der Stadt.

Ein solches Event hat sich Werner Find, von Freunden Sloggi genannt, im Frühjahr angeschaut und war begeistert: „Das machen wir in Stuttgart auch.“ Knowhow hat der Sloggi, der in den 70ern die Discothek Boa eröffnet hat und deren Geburtstag inzwischen stolze 13 Mal mit der Party „Boa Meets Friends“ in der Alten Reithalle gefeiert hat.

Ein Selbstläufer ist die Boa-Party im Herbst nicht

Am Samstagabend hieß es dort nun „Back to the Roots“, zurück zu den Anfängen, mit der „alten“ Boa-Musik und rund 800 Gästen. „Die Älteren gehen gern weg, aber sie wissen nicht wohin“, erklärt Sloggi seine Idee. Also habe er aus seiner Kartei alle angeschrieben, auf die das zutreffen könnte. „Ein Abklatsch“ der Party im Januar solle die Herbstausgabe freilich nicht sein, betont er. Also keine Torte, keine Ansprache, dafür die Tanzfläche größer und die Bars und Tische im hinteren Teil der Halle lockerer verteilt.

Ob die Herbstausgabe in Serie gehen wird, ist offen. „Schaun wir mal wie es sich entwickelt“, sagt Sloggi. Eines hat sich bei der Premiere gezeigt: Ein Selbstläufer wie die Fete am Jahresanfang, die immer nach kurzer Zeit ausverkauft ist, ist „Back to the Roots“ nicht. Während manche Wiener Gäste im Internet über lange Schlangen an den Bars und ein Gedränge auf der Tanzfläche meckern, ging es in der Alten Reithalle familiär zu.

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