Mitte März soll der Mann zwei Männer und eine Frau getötet haben. Foto: dpa/Dettenmeyer

Wegen der Corona-Krise konnte der 30-jährige Mann nach seiner Festnahme im März nicht überführt werden. Der Tatverdächtige muss sich vor Gericht für den gewaltsamen Tod dreier Menschen verantworten.

Stuttgart - Polizeibeamte haben den Verdächtigen im Falle des dreifachen Mords in Holzgerlingen (Kreis Böblingen) von Italien nach Deutschland überführt. Wie die Stuttgarter Staatsanwaltschaft und die Polizei mitteilten, wurde der 30-jährige Mann am Mittwoch in Begleitung von italienischen und deutschen Sicherheitskräften auf dem Landweg nach Stuttgart gebracht.

Tötungsdelikt in Holzgerlingen – das ist passiert

Der Verdächtige schweigt

Stuttgarter Kriminalbeamte nahmen den Tatverdächtigen am italienisch-österreichischen Grenzübergang Brenner in Empfang und brachten ihn nach Baden-Württemberg. Der Haftbefehl gegen den 30-Jährigen wurde am Mittwoch in Kraft gesetzt. Der Mann hat sich bislang nicht zu den Tatvorwürfen geäußert.

Italienische Spezialkräfte hatten den Mann bereits im März an der französisch-italienischen Grenze festgenommen. Er konnte wegen der Corona-Krise bislang aber nicht nach Deutschland überführt werden.

Der Mann steht im Verdacht, für den Tod einer 27-Jährigen, ihres 33-jährigen Partners und dessen 62-jährigen Vaters verantwortlich zu sein. Die Leichen waren im März in einem Wohnhaus in Holzgerlingen (Kreis Böblingen) gefunden worden. Der mutmaßliche Täter soll im Obergeschoss zur Miete gelebt haben.

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