Die Bluttat geschah in Holzgerlingen. Foto: 7aktuell/Marc Gruber

Der 30 Jahre alte Mann, der am Mittwoch in Holzgerlingen drei Menschen getötet haben soll, wurde von Zielfahndern in Italien gefasst. Außerdem liegen die ersten Obduktionsergebnisse vor.

Holzgerlingen - Nach der Bluttat in Holzgerlingen (Kreis Böblingen), bei der am Mittwochmorgen zwei Männer und eine Frau getötet worden waren (wir berichteten), konnte die Polizei nun den 30 Jahre alten Tatverdächtigen in Italien festnehmen. Mittlerweile liegen außerdem erste Obduktionsergebnisse der Leichen vor.

Wie die Polizei bereits am Donnerstag mitgeteilt hatte, handelt es sich bei den Toten um eine 27 Jahre alte Frau, ihren 33-jährigen Lebensgefährten und dessen 62 Jahre alten Vater – allesamt wohnhaft in dem Haus, in dem die Tat geschah. Schnell fiel der Verdacht auf einen 30-Jährigen, der ebenfalls dort wohnte und seitdem flüchtig war.

An der französisch-italienischen Grenze klicken die Handschellen

Die extra dafür eingerichtete Sonderkommission „Bühlen“ arbeitete mit den Zielfahndern des Landeskriminalamts Baden-Württemberg, der Koordinierungsstelle Zielfahndung des Bundeskriminalamts sowie den Zielfahndern aus Frankreich, Österreich, Italien, Slowenien und Kroatien zusammen.

Die Ermittler konnten den Fluchtweg des Tatverdächtigen nachvollziehen, indem sie digitale Spuren des 30-Jährigen auswerteten. Und so gelang es einer Sondereinheit der italienischen Polizei in den Morgenstunden des 20. März, den 30-Jährigen zu lokalisieren und im Bereich der französisch-italienischen Grenze festzunehmen. Der Verdächtige wird nun zeitnah den deutschen Ermittlungsbehörden überstellt.

Unterdessen liegen auch erste Ergebnisse der Obduktion der Opfer vor. Alle drei Getöteten wiesen demnach mehrere Verletzungen auf, die zum Tode führten.

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