Das Opfer, eine 57 Jahre alte Frau, schwebt nach der Attacke in Lebensgefahr. Foto: SDMG

Mit mehreren Messerstichen hat ein 59-Jähriger am Montag seine von ihm getrennt lebende Frau lebensgefährlich verletzt. Zeugen hatten noch vergeblich versucht, ihn zurückzuhalten.

Böblingen - Eine 57 Jahre alte Frau schwebt nach einem Angriff durch ihren Ehemann in Lebensgefahr. Das berichtete die Stuttgarter Staatsanwaltschaft. Der Grund für die Bluttat sollen wohl familiäre Streitigkeiten gewesen sein.

Den Ermittlern zufolge hatte der 59 Jahre alte Mann, der von seiner Frau getrennt lebt, die 57-Jährige am Montagmorgen auf einem Parkplatz in der Goldmühlestraße in Sindelfingen (Kreis Böblingen) mit einem Messer attackiert. Den bisherigen Erkenntnissen der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg zufolge lauerte der Mann seiner Frau in seinem Auto auf und wartete, bis sie sich näherte. Gegen 8.40 Uhr stieg die 57-Jährige schließlich in ihr auf diesem Parkplatz abgestelltes Auto ein. Plötzlich ging der Mann auf sie los und stach mit dem Messer mehrfach auf sie ein. Dabei verletzte er sein Opfer lebensgefährlich.

Die Polizei sucht Fotos und Videos von der Tat

Zeugen hatten noch versucht, den Täter zurückzuhalten – allerdings vergeblich. Erst als hinzugerufene Polizeibeamte eintrafen, ließ der Mann von der 57-Jährigen ab. Die Beamten nahmen ihn widerstandslos noch an Ort und Stelle vorläufig fest und stellten die Tatwaffe sicher.

Die 57-Jährige war durch die Messerstiche so schwer verletzt worden, dass sie reanimiert werden musste, bevor ein Krankenwagen sie kurze Zeit später in eine Klinik brachte. Die Passanten, die die Bluttat beobachtet hatten, wurden durch den Notfallnachsorgedienst betreut.

Der Täter soll nun auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart im Laufe des Dienstags dem zuständigen Haftrichter vorgeführt werden. Die Ermittlungen zu der Tat, die die Staatsanwaltschaft als versuchten Mord einstuft, dauern an. Deshalb bittet die Kriminalpolizei Zeugen, die die Tat oder den Täter gefilmt haben, sich unter der Telefonnummer 0 70 31/13 00 zu melden. Es wäre den Beamten eine große Hilfe, wenn sie ihnen ihr Bildmaterial zur Verfügung stellen könnten.

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