Nach der grausamen Tat im Stuttgarter Fasanenhof sitzt der Schock tief. Foto:  

Ordnungsbürgermeister Martin Schairer nimmt für die Stadt Stuttgart Stellung zu dem Verbrechen im Stadtteil Fasanenhof – auch zu der Reaktion von Schaulustigen.

Stuttgart - Der Stuttgarter Ordnungsbürgermeister Martin Schairer (CDU) hat seine „Bestürzung“ über die Bluttat im Stadtteil Fasanenhof zum Ausdruck gebracht. Dort war am Mittwochabend ein 36 Jahre alter Deutsch-Kasache von einem Angreifer syrischer oder palästinensischer Herkunft auf offener Straße mit einer schwertähnlichen Waffe brutal getötet worden. „Auch im Namen von Oberbürgermeister Fritz Kuhn bringe ich mein Entsetzen über diese schreckliche Tat zum Ausdruck, die sich vor den Augen vieler junger Menschen ereignet hat“, sagte Schairer am Donnerstag auf Anfrage. Er gehe davon aus, dass die jungen Augenzeugen psychologisch bestmöglich betreut würden. Für die Landeshauptstadt Stuttgart, wo Menschen aus 170 Nationen friedlich zusammenleben würden, bedeute diese Tat einen „Schock“, sagte Schairer. Man werde alles unternehmen, um populistischen Tendenzen entgegenzuwirken.

„Verbreitung von Videos ist abscheulich“

Zu den Ermittlungen sagte der für die Polizei zuständige Stuttgarter Bürgermeister: „Wir setzen auf die professionelle Arbeit von Polizei und Staatsanwalt und halten engen Kontakt auch mit der Ausländerbehörde, um einen Beitrag zur Aufklärung zu leisten.“ Die Identität des Angreifers wirft Fragen auf. Bei den Behörden ist der Mann als 28-Jähriger mit syrischer Staatsbürgerschaft registriert. Nun wird untersucht, ob es sich möglicherweise um einen 30 Jahre alten Palästinenser handelt.

Deutliche Worte fand Schairer auch für unzulässige Verbreitung privater Videoaufnahmen in den sozialen Netzwerken, die den Tathergang zeigen. Ein solches Verhalten ist absolut abscheulich und menschenverachtend“, sagte der Ordnungsbürgermeister.

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