Der Blutmond leuchtet rot über der Grabkapelle in Stuttgart. Foto: 7aktuell.de/Simon Adomat

Zunächst verdeckte dunstige Luft das Ereignis am Himmel. Doch dann zeigte sich der Blutmond in voller Pracht und war vor allem von Stuttgart aus gut zu sehen.

Stuttgart/Heidelberg - Im Südwesten haben zahlreiche Menschen bei nahezu ungetrübtem Blick vielerorts die längste Mondfinsternis des Jahrhunderts verfolgt. „In Stuttgart war der Himmel in den drei bis vier Stunden der Mondfinsternis wolkenlos“, sagte Thomas Schuster, Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Samstag. Lediglich in der südlichen Landeshälfte sei die Sicht auf den rötlich leuchtenden Himmelskörper durch Dunst in der Luft am Freitagabend etwas gestört gewesen, hieß es.

Laut DWD war die dunstige Luft auch der Grund dafür, warum der Mond auch an anderen Orten nicht sofort am Nachthimmel zu sehen war. „Wir haben uns auch erst gewundert, wo er ist“, sagte der Meteorologe. Aber spätestens ab 22 Uhr (MESZ) sei der Mond mit seinem spektakulären Rot zumindest in Stuttgart gut zu sehen gewesen.

Bei lauen Temperaturen verfolgten auch im Heidelberger Stadtteil Bahnstadt rund 5000 Nachtschwärmer die Mondfinsternis, wie das Haus der Astronomie in Heidelberg auf Twitter mitteilte. Auch in Sternwarten in Stuttgart und Tübingen konnten Besucher mit mobilen Teleskopen in den Nachthimmel schauen.

Zu einer Mondfinsternis kommt es nur bei Vollmond - wenn Sonne, Erde und Mond auf einer Linie liegen. Der Mond taucht völlig in den Schatten ein, den die von der Sonne angestrahlte Erde in den Weltraum wirft. Zu der etwa 103 Minuten langen totalen Mondfinsternis gesellte sich zudem ein so heller und großer Mars wie zuletzt vor 15 Jahren.

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