Evas Mann David und die Tochter Emilia freuen sich Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

"Im Moment kann ich mein Glück kaum fassen": Mittlerweile haben die Ärzte der an Blutkrebs erkrankten Eva Fidler Stammzellen transplantiert - und sie wieder nach Hause geschickt. Auch ihr Mann und die kleine Tochter freuen sich natürlich über die Rückkehr der Mama.

Stuttgart - Sie durfte bereits das Krankenhaus verlassen. „Im Moment kann ich mein Glück kaum fassen, ich bin endlich daheim. Endlich bei meiner Tochter und meiner Familie. Im Moment sitze ich auf dem Balkon im Schatten und genieße den Wind, den ich die letzten fünf Wochen nicht spüren konnte. Ich werde jetzt versuchen zu trainieren, fit zu werden für mein Leben in Gesundheit.“ Das schreibt sie in ihrem Blog.

Ganz Stuttgart hat Anteil genommen am Schicksal der jungen Frau. Als sie in der 18. Woche schwanger war, erhielt sie die furchtbare Diagnose: Blutkrebs. Umgehend musste sie sich einer Chemotherapie unterziehen. Im Oktober 2014 kam ihre Tochter Emilia gesund zur Welt.

Bei Aktion fanden sich zwei Spender für andere Kranke

Die Mutter aber war sterbenskrank, sie brauchte eine Stammzellenspende. Im März 2015 kamen 3400 Menschen ins Mercedes-Museum, ließen ihr Blut testen und sich als Spender registrieren. Das rettete zwei weiteren Menschen das Leben, denn man fand zwei Spender.

Eine ist die 18 Jahre alte Nathalie Zoz. Ihre Stammzellen sollen einem vier Jahre alten Mädchen helfen, den Krebs zu besiegen. Noch kennt sie das Mädchen nicht, frühestens in zwei Jahren darf sie sie persönlich treffen. Aber sie fühlt sich ihr jetzt schon verbunden. „Ich fühle mich als eine Art große Schwester. Ich drücke ihr ganz fest die Daumen, dass sie den Blutkrebs besiegt. Das ist mein größter Wunsch.“

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