In so ein elf Quadratmeter großes Beet passen richtig viele Pflanzen. Foto: Jürgen Brand

In den neun neuen Hochbeeten auf der Mittelallee der Ostendstraße wachsen jetzt Stauden. Auf rund 100 Quadratmetern Beetfläche haben Auszubildende des Stuttgarter Gartenamts Blumen gepflanzt. Demnächst sollen die ersten anfangen zu blühen.

S-Ost - 35 Grad im Schatten an der Ostendstraße machen auch Pflanzen keinen Spaß. Trotzdem lässt sich die Hitze in schöner Umgebung besser ertragen. Und an der Verschönerung der langen Mittelallee von der Strombergstraße bis zum Ostendplatz wird kräftig gearbeitet. Erst gestern wurde die Umspannstation der Stuttgart Netze mitten auf der Allee verschönert, schon vor einigen Wochen hatten Auszubildende des Garten-, Friedhofs- und Forstamts Blumenbeete angelegt worden, finanziert aus dem Budget des Bezirksbeirats.

Die Mittelallee der Ostendstraße ist für Pflanzen eine besondere Herausforderung. Links und rechts fließt der Verkehr vorbei, die Wurzeln der Bäume brauchen Platz im Untergrund, die Bäume selbst sorgen für Schatten und trocken ist es dort auch. Stauden vertragen sowohl Schatten als auch Trockenheit, sind also relativ pflegeleicht und blühen trotzdem schön. Deswegen fiel die Wahl des Garten-, Friedhofs- und Forstamtes auf diese Pflanzen, die auch an der Jakob-Holzinger-Gasse und vielleicht auch an der Gab­lenberger Hauptstraße gepflanzt werden sollen.

Hoch genug, dass Fußgänger nicht darüber laufen

Entlang der Mittelallee haben die Auszubildenden des Gartenamts zunächst insgesamt neun neue Hochbeete angelegt. Dafür mussten dort die Grasnarben entfernt und die Stahlrahmen eingebaut werden. Die sind nicht so hoch wie übliche Hochbeete, die Junggärtnerinnen und -gärtner mussten sich beim Pflanzen also doch tief bücken. Die mit Substrat gefüllten Beete sind aber hoch genug, dass der Wurzelraum der Bäume geschont wird und dass Fußgänger davon abgehalten werden, über die Beete zu laufen. Die Beete wurden abwechselnd links und rechts des Fußwegs der Allee in der Nähe bereits bestehender Sitzplätze und Fußgängerüberwege angelegt. Ein Beet ist etwa elf Quadratmeter groß, insgesamt sind entlang der Allee so also rund 100 Quadratmeter Blumenbeete entstanden.

In den Beeten selbst wurden die Stauden als geschwungene Bänder in Richtung der Fahrbahnen links und rechts gepflanzt, die Pflanzenbänder in der Mitte mit höher wachsenden Stauden, die Bänder links und rechts davon mit niedrigeren Blumen. In jedem der Beete sind etwa neun verschiedene Pflanzenarten zu finden, pro Quadratmeter haben die Auszubildenden jeweils etwa sechs bis zehn Stauden gepflanzt.

Bergenien, Taglilien und Elfenrauten

Ein Beet sieht zum Beispiel so aus: Auf der Seite zum Fußweg hin wachsen und blühen demnächst Bergenien und punktierte Glockenblumen, in der Beetmitte sind Taglilien und Elfenrauten schon etwas höher, die Seite zur Straße hin schmücken Storchschnabel und Purpurglöckchen. Gartenfans, die beispielsweise schon den Bestseller „Bin im Garten“ von Meike Winnemuth gelesen haben, werden die eine oder andere Staude wiedererkennen. Zusätzlich haben die Gartenamtsmitarbeiter an einige Stellen in die Beete Funkien gesetzt, außerdem auch Akeleien und gewöhnliche Nachtviolen.

Immer vorausgesetzt, die Hitze macht den Stauden nicht allzu viel zu schaffen, sollen die ersten davon in diesen Tagen anfangen zu blühen, wodurch die Ostendstraße in diesen Bereichen ganz anders aussehen wird. Und sie wird nach vielen eher trostlosen Jahren vielleicht auch wieder ein lohnendes Ziel für Bienen und andere Insekten.

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