Im Blühenden Barock ist ab Samstag wieder Kürbiszeit: Die große Kürbisausstellung beginnt. Das Motto? Könnte kaum besser zur Filmstadt Ludwigsburg passen.
Charlie Chaplin trägt einen Anzug, der komplett aus Kürbissen besteht, stützt sich auf einen Stock und thront über allem. „Eine herausragende Persönlichkeit bekommt auch einen herausragenden Platz“, sagt Petra Herrling, die Direktorin des Blühenden Barock Ludwigsburg.
Deshalb steht Chaplin auf dem Aussichtshügel direkt hinter dem Residenzschloss. Von dort aus blickt er hinab auf die wohl größte Kürbisausstellung der Welt, die am Samstag im Blüba beginnt. Die wichtigsten Infos zur Ausstellung gibt es hier im Überblick.
Was gibt es im Blühenden Barock zu sehen?
Die Ausstellung geht bis zum 2. November und steht in diesem Jahr unter dem Motto „Großes Kino“ – passend zur Stadt Ludwigsburg, der Heimat der Filmakademie Baden-Württemberg. Dementsprechend haben es in diesem Jahr 15 Figuren aus Film und Fernsehen ins Blüba geschafft. Comic-Cowboy Lucky Luke auf seinem Pferd Jolly Jumper ist genauso zu sehen wie Harry Potter, Superman oder Jedi-Meister Yoda. „Er ist jetzt schon einer der beliebtesten Selfie-Spots“, sagt Ausstellungsleiterin Alisa Käfer.
Bei einigen Figuren wird es interaktiv. So können die Besucher die berühmte Szene aus „King Kong“ nachstellen und sich in die riesige Pranke des Gorillas stellen – der dann sogar zu einem spricht. Wer sich traut, kann außerdem in einem Auto Platz nehmen, das von einem T-Rex aus dem Film „Jurassic Park“ gejagt wird.
Ab dem 27. August gesellt sich dann ein weiterer Superheld ins Blühende Barock. Iron Man begrüßt dann die Besucher im Südgarten. Er ist ein Vorbote der Internationalen Marvel-Ausstellung, die ab dem 17. Oktober in den Ludwigsburger Urban Harbor gastiert.
Was gibt es Neues bei der Ausstellung?
Im Wesentlichen setzt der Veranstalter der Kürbisausstellung, die Jucker Farm AG aus der Schweiz, auf das bewährte Erfolgsrezept. Die Kürbisfiguren stehen über das gesamte Blühende Barock verteilt. Im unteren Ostgarten sowie im Magdalenengarten gibt es außerdem die Kürbis-Gastro mit Kürbissuppe, Kürbiskäsespätzle oder Kürbismaultaschen.
Neu im gastronomischen Angebot sind in diesem Jahr – getreu des Ausstellungsmottos – Popcorn mit Kürbis-Glasur sowie Nachos aus Kürbis mit Kürbis-Dip. „Wir müssen ja dem Thema gerecht werden“, erklärt Alisa Käfer. Zu trinken gibt es in diesem Jahr erstmals Kürbis-Sprizz. Ansonsten ändert sich nicht viel. „Wir haben gemerkt, dass unsere Besucher für die Klassiker kommen“, sagt Käfer. „Deshalb bleiben wir dabei.“
Echten Kürbis-Experten wird außerdem auffallen, dass unter den 60 000 Kürbissen, die für die Figuren verwendet werden, zwei neue Sorten sind. Eine davon heißt „Yellow Jacket“, ist knallgelb und beispielsweise im Mond zu sehen, der hinter der Figur von Graf Dracula prangt.
Was sind die Höhepunkte?
Ein neues Event soll es geben, auch wenn die Details noch nicht ganz klar sind. „Es wird auf jeden Fall damit zu tun haben, dass die Besucher sich verkleiden können“, sagt Petra Herrling. „Wenn wir so etwas bei diesem Thema nicht machen, wann dann?“
Abgesehen davon erwarten die Ausstellungsgäste die Klassiker: Bei der Kürbisregatta (20. und 21. September) paddeln die Teilnehmer im Riesenkürbis durch den Südgartensee. Am letzten Septemberwochenende wird wieder Deutschlands größte Kürbissuppe gekocht, und es stehen wieder die deutsche (5. Oktober) und die europäische (12. Oktober) Meisterschaft im Kürbiswiegen an.
Mit einem neuen Gewichtsrekord könnte es in diesem Jahr eng werden. „Mehrere Züchter haben mir berichtet, dass ihre Riesenkürbisse wegen der Hitze geplatzt sind“, erzählt Alisa Käfer. Dafür bahnt sich an anderer Stelle möglicherweise ein neuer Weltrekord an: bei der großen Sortenschau, die am 13. September beginnt. Rund 900 Sorten seien in diesem Jahr gepflanzt worden – „laut unserem Bauern sieht es gut aus, dass wir den Rekord von 643 verschiedenen Sorten knacken.“
Beendet wird die Kürbisausstellung wie jedes Jahr mit dem großen Kürbis-Schlachtfest am 2. November. Zudem wird die Ausstellung ab dem 24. Oktober auch wieder in die „Leuchtenden Traumpfade“ integriert.
Was kostet der Eintritt?
Auch in Sachen Eintrittspreise bleibt alles beim Alten. Ab Ausstellungsbeginn kosten Online-Tickets fürs Blüba unter der Woche 13 Euro und an den Wochenenden 14 Euro. Der Aufpreis am Wochenende wurde vergangenes Jahr eingeführt und habe keinen gewinnorientierten Hintergrund, so die Veranstalter. Die Maßnahme soll Besucher dazu animieren, auch unter der Woche ins Blüba zu kommen – damit sich an den Wochenenden keine Menschenmassen durch die Anlage schieben.
Das, sagt Alisa Käfer, habe vergangenes Jahr auch gut geklappt. „Es war nicht in jeder Woche gleichmäßig und natürlich war an den Wochenenden weiterhin mehr los. Aber wir sehen in den Zahlen, dass es sich entzerrt hat.“
Kürbisausstellung 2025
Öffnungszeiten
Die Ausstellung beginnt am Samstag, 23. August, und läuft bis zum 2. November. Geöffnet ist sie von 9 bis 20.30 Uhr, die Gastronomie hat von 10.30 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Der Hof- und Souvenirladen steht von 10.30 Uhr bis 17.30 Uhr offen, der Kürbisverkauf läuft von 10.30 Uhr bis 17.30 Uhr.
Anreise
Der Veranstalter empfiehlt, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Parkplätze stehen am Blühenden Barock zur Verfügung, allerdings gerade an Wochenenden nur in begrenzter Zahl.