Im vergangenen Jahr blühten die Tulpen vergeblich: Wegen des ersten Lockdowns konnte der Blüba-Chef Volker Kugel keine Gäste einlassen. Foto: factum/Simon Granville

Der Dauerkartenvorverkauf für die Gärten rund um das Residenzschloss in Ludwigsburg beginnt Mitte der Woche. Zehn Tage lang ist der Eintritt in den Park dann frei. Die ersten Veranstaltungen sind in Planung.

Ludwigsburg - Das Blühende Barock war in den vergangenen Monaten ein Zankapfel. Viele Ludwigsburger hätten die Anlage rund um das Residenzschloss gerne zum Spazierengehen und für ein bisschen Bewegung an der frischen Luft genutzt. Auch im Gemeinderat gab es Befürworter einer Öffnung des botanischen Gartens, die Coronaverordnung ließ dies – anders als in anderen Bundesländern – in Baden-Württemberg aber nicht zu. Deshalb hing ein dickes Vorhängeschloss am eisernen Tor in Richtung der Bärenwiese. Den Weg von der Innenstadt durch die Gärten in Richtung Krankenhaus abzukürzen – wie es viele in normalen Wintermonaten, wenn die Tore geöffnet sind und es keinen Eintritt kostet – tun, war so ebenfalls nicht möglich.

 

Umso glücklicher ist der Blüba-Chef Volker Kugel nun, dass der Park wieder öffnen darf. Die neue Coronaverordnung macht es möglich. An diesem Mittwoch, 10. März, beginnt der Dauerkartenvorverkauf, vergünstigte Saisontickets sind bis zum 1. April zu haben. Von Mitte der Woche an ist das Gelände bereits wieder für Spaziergänger geöffnet. Bis zum 19. März, der offiziellen Saisoneröffnung und der des Märchengartens ist das Flanieren von 9 bis 18 Uhr in den Gärten kostenlos.

Besucherzahl ist erst einmal begrenzt

Unbegrenzt viele Besucher können in der derzeitigen Situation natürlich nicht ins Blüba. Laut Volker Kugel ist geplant, erst einmal 4000 Besucher zuzulassen. Ist die Maximalzahl erreicht, gibt es einen Besucherstopp. Wie aus der Gastronomie bereits bekannt, müssen Gäste ein Kontaktformular ausfüllen; um den Überblick zu behalten, ist nur der Haupteingang geöffnet. Beim Vorverkauf und auf dem Gelände gilt eine Maskenpflicht.

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„Wir freuen uns sehr darauf, dass von Mittwoch an die Menschen wieder durch das Blühende Barock spazieren können“, sagt Oberbürgermeister Matthias Knecht. „Denn viele sehnen sich Normalität und Abwechslung herbei. Und die Saisoneröffnung ist dafür bestens geeignet.“ Knecht hofft, dass das auch klappt.

Was wird aus den Veranstaltungen im Blüba?

Volker Kugel weiß, dass der Grat zwischen Öffnen und einer erneuten Schließung schmal sein kann. Die wäre nötig, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz den Wert 100 überschreitet. „Ich bin aber optimistisch, dass die Menschen einigermaßen vernünftig sind“, sagt Kugel. Seine Gärtner arbeiten derzeit jedenfalls auf Hochtouren, damit am 19. März die Besucher die gewohnte Blütenpracht bestaunen können. Tagestickets müssen sie dann online kaufen, es gibt fünf Zeitfenster, die sie buchen können. Unter einer Inzidenz von 35 wäre sogar ein normaler Ticketverkauf – ohne Zeitfenster – möglich. „Aber davon träumen wir erst einmal nur“, so Kugel.

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Was die Gartentage, die erste größere Veranstaltung Ende April, angeht, ist Kugel vorsichtig optimistisch. „Es gibt ein Konzept, aber wir warten die Entwicklung ab.“ Eher unsicher äußert er sich im Hinblick auf das Straßenmusikfestival Ende Mai. Normalerweise tummeln sich Tausende Besucher vor mehreren Bühnen, die überall im Blühenden Barock verteilt sind. „Wenn die Leute nicht in Bewegung sind, ist es schwierig, mit den Abständen“, sagt Kugel. Und ein Festival für nur 200 Besucher zu organisieren, rechne sich nicht.

Wie funktioniert der Dauerkartenvorverkauf?

Der Dauerkartenvorverkauf findet ausschließlich am Haupteingang des Blühenden Barocks in der Schorndorfer Straße statt. Um das Prozedere zu entzerren, sind von Mittwoch an alle vier Kassen geöffnet. Das Blüba teilt zudem mit, dass in den vergangenen Wochen sehr viele Dauerkarten-Gutscheine verkauft worden seien. Die Inhaber dieser Gutscheine können ihre Dauerkarte beim ersten Besuch der Gartenschau am Haupteingang einlösen und müssen dies nicht im Vorverkauf tun.

Ein Gutscheinheft, wie es die Dauerkarteninhaber in den vergangenen Jahren bekommen haben, wird es dieses Mal nicht geben, die Preise für die Dauerkarten bleiben unverändert.