Terence Hill hat sich in Ludwigsburg verewigt: Die Kaffeemaschine, die heute im Stadtmuseum steht, wurde von ihm finanziert. Foto: dpa/Ludwigsburg Museum

Der weltberühmte italienische Schauspieler hat seit 2022 die deutsche Staatsbürgerschaft. Seine Spuren in der Bundesrepublik reichen bis in den Ludwigsburger Vorort Neckarweihingen.

Dass der berühmte italienische Schauspieler Terence Hill eine deutsche Abstammung hat, ist den meisten bekannt. Seine Spuren hat er an vielen Orten in der Bundesrepublik hinterlassen, in Sachsen gibt es sogar ein Terence Hill Museum. Doch dass Mario Girotti, wie Hill mit bürgerlichem Namen heißt, auch eine enge Verbindung zu Ludwigsburg hat, wissen die wenigsten.

 

Terence Hill wurde 1939 in Venedig als Sohn eines Italieners und einer Deutschen geboren. 1943 zog die Familie in die Herkunftsstadt von Hills Mutter, das nahe Dresden gelegene Lommatzsch. Dort blieb sie bis 1945, nach Kriegsende ging sie zurück nach Italien, wo Hill seine Weltkarriere an der Seite von Bud Spencer startete. Filme wie „Vier Fäuste für ein Hallelujah“ oder „Zwei wie Pech und Schwefel“ machten sie zum wohl erfolgreichsten Duo der Filmgeschichte.

Häufige Besuche in Neckarweihingen

Terence Hills Mutter Hildegard Thieme starb bereits 1956. Ihr zuliebe nahm er 2022 zusätzlich die deutsche Staatsbürgerschaft an – neben der italienischen und der US-amerikanischen. Hills Stiefmutter wiederum verbrachte ihren Lebensabend im AWO Pflegezentrum Hans-Klenk-Haus im Ludwigsburger Stadtteil Neckarweihingen. Dort kam Hill auch des Öfteren zu Besuch.

Die beiden gingen oft im Garten des Pflegeheims spazieren. Mit der Pflege seiner Stiefmutter war Terence Hill so zufrieden, dass er dem Hans-Klenk-Haus nach ihrem Tod eine großzügige Spende zukommen ließ. Mit dem Geld schaffte das Haus mehrere Kaffeeautomaten an. Einer davon steht heute im Ludwigsburg Museum.