Um Notre-Dame werden weitere Spuren des verheerenden Brandes beseitigt. Foto: Lewis Joly/AP/dpa

Die Bereiche um Notre-Dame werden in den kommenden Wochen gereinigt. Es geht um Blei-Verschmutzung, die durch den verheerenden Brand vor vier Monaten entstanden sind.

Paris - Rund vier Monate nach dem Brand von Notre-Dame soll die Gegend um die weltberühmte Kathedrale gründlich von der Blei-Verschmutzung gesäubert werden. Seit Montagabend hat die Stadt damit begonnen, Bereiche um Notre-Dame auf der Île de la Cité im Zentrum von Paris abzusperren.

Die Arbeiten sollen rund drei Wochen dauern und nach Angaben der Stadt Paris in drei verschiedenen Etappen stattfinden. Wie schnell es vorangeht, sei auch vom Wetter abhängig. Am Dienstag versperrten Zäune und Polizei Fußgängern den Zutritt zu einem ersten Bereich vor der Kathedrale.

So gehen die Putzkräfte vor

Bei der nun geplanten Reinigung werden einerseits Straßen und Plätze mit einem Hochdruckreiniger bearbeitet. Andererseits wird auf Bänken und Laternen eine Art Reinigungsgel aufgetragen, das die Bleirückstände entfernen soll. Die Schicht bleibt dann jeweils für mehrere Tage auf den Stadtmöbeln. Auch abgestorbene Blätter sollen eingesammelt werden, berichtete der Sender BFMTV. Am Ende der Arbeiten werden erneut Proben entnommen.

Vor allem in der Dachkonstruktion und der Turmabdeckung der Kirche war viel Blei verarbeitet. Es war bei dem katastrophalen Brand Mitte April geschmolzen - die Umgebung wurde mit Blei verschmutzt. Der berühmte Vorplatz ist seitdem für Touristen gesperrt und wurde bereits mehrfach gereinigt.

Die investigative Online-Plattform „Mediapart“ hatte mehrfach berichtet, dass rund um die Kathedrale die zulässigen Blei-Werte höher seien als erlaubt. Es wurden Vorwürfe laut, die Stadt tue nicht genug gegen die Verschmutzung. Die Behörden wiesen das zurück. Zuletzt forderten Verbände, eine Art Schutzglocke um die Kathedrale zu errichten.

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