Zahlreiche Einsatzkräfte der Polizei hat am Donnerstag ein angetrunkener Mann in Gerlingen auf den Plan gerufen. (Symbolbild) Foto: dpa

Für Aufregung in Gerlingen sorgt ein 35-jähriger Mann, der augenscheinlich mit einer umgehängten Schusswaffe unterwegs ist. Diese und weitere Meldungen der Polizei aus der Region.

Gerlingen: Ein 35 Jahre alter angetrunkener Mann ist am Donnerstag augenscheinlich mit einer umgehängten Schusswaffe durch die Straßen in Gerlingen (Kreis Ludwigsburg) spaziert und hat damit einen Einsatz der Polizei ausgelöst.

Wie die Polizei berichtet, hatten mehrere Passanten gegen 11.30 Uhr die Beamten verständigt, nachdem sie einen Mann beobachtet hatten, der mit einer umgehängten Langwaffe durch die Stadt ging. Die Ermittler nahmen den 35-Jährigen wenig später in der Siemensstraße fest. Eine Waffe wurde jedoch nicht gefunden. Auch eine Durchsuchung der Wohnung des Mannes blieb ohne Ergebnis.

Schließlich räumte der Tatverdächtige ein, sich eine Softair-Waffe umgehängt zu haben und so in Gerlingen unterwegs gewesen zu sein. Anschließend habe er die Waffe zu einem Bekannten gebracht.

Der Bekannte des Verdächtigen übergab den Beamten die Softair-Waffe. Der 35-Jährige wurde daraufhin auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen dauern an.

Ludwigsburg: Bahnmitarbeiter mit Faustschlägen attackiert

Ludwigsburg: Ein bislang unbekannter Mann hat am Donnerstagnachmittag einen Sicherheitsmann der Bahn am Bahnhof in Ludwigsburg mit mehreren Faustschlägen attackiert. Der 26-Jährige setzte sich gegen den Angreifer mit Pfefferspray zur Wehr.

Wie die Polizei meldet, machten Passanten Bahnmitarbeiter gegen 16.15 Uhr auf einen Mann und eine Frau aufmerksam, die sich am Bahnhof stritten. Weil der Mann die Frau bei der Auseinandersetzung bedrängt haben soll, schritten die Sicherheitsleute ein und forderten den Mann auf, die Aggressionen zu unterlassen.

Daraufhin soll der Unbekannte den Bahnmitarbeiter mit mehreren Faustschlägen attackiert haben. Der 26-Jährige machte von seinem Pfefferspray Gebrauch und konnte so den Angriff stoppen.

Anschließend floh der Täter über die Bahngleise in Richtung Bahnhofsgebäude. Eine sofort eingeleitete Fahndung verlief ohne Erfolg. Die Polizei ermittelt.

Ludwigsburg: Müll in Flammen

Ludwigsburg: Tonnen von Müll aus einem Müllauto mussten am Freitagmittag auf einem Privatweg im Bereich der Königinallee in Ludwigsburg zwischengelagert werden, nachdem der Unrat plötzlich Feuer gefangen hatte.

Wie die Polizei berichtet, hatte sich dabei dichter Qualm entwickelt. Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten den kokelnden Abfall zügig löschen.

Teile der Königinallee mussten während des Einsatzes gesperrt werden.

Oberboihingen: Rottweiler macht Abendspaziergang

Oberboihingen: Ohne Herrchen oder Frauchen hat ein zwei Jahre alter Rottweiler am Donnerstag in Oberboihingen (Kreis Esslingen) einen Abendspaziergang unternommen. Der Hund wurde vorsichtshalber von der Polizei eingefangen und nach Hause gebracht.

Dem Bericht der Polzei zufolge war das Tier allein zuhause gewesen und hatte dabei vermutlich selbst die Wohnungstür geöffnet. Gegen kurz vor 22 Uhr bemerkte eine Passantin den herrenlosen Hund und verständigte die Polizei. Spezialisten der Polizeihundeführerstaffel fingen das Tier ein. In der Zwischenzeit konnte eine Polizeistreife die Besitzerin des Rottweilers ausfindig machen, die sich sofort um ihren Vierbeiner kümmerte.

Deizisau: Polizei verhindert Auseinandersetzung bei Demo

Deizisau: Eine drohende Auseinandersetzung zwischen Angehörigen der rechten und linken Szene bei einer Kundgebung in Dezisau (Kreis Esslingen) haben Einsatzkräfte der Polizei am Donnerstagabend verhindert.

Laut Angaben der Polizei nahmen etwa 50 überwiegend dem linken Spektrum zugehörige Personen an einer Kundgebung mit dem Titel "Rechter Hetze entschlossen entgegentreten" auf dem Marktplatz teil. Als kurz nach Versammlungsbeginn etwa 15 vermummte Angehörige des rechten Spektrums auf die Demonstranten zukamen, drohte die Situation zu eskalieren.

Einsatzkräfte der Polizei konnten zusammen mit der Polizeireiterstaffel eine Auseinandersetzung verhindern. Bei der Trennung der gegnerischen Gruppen setzte die Polizei vereinzelt Pfefferspray und Schlagstock ein. Nach Beendigung der Versammlung wurden die gegnerischen Parteien bei der Abreise konsequent getrennt.

Insgesamt nahm die Polizei die Personalien von rund zehn Personen auf, die dem rechten Spektrum angehören sollen. In einem der Fahrzeuge wurden neben Vermummungsgegenständen mehrere Pfeffersprays, ein Teppichmesser und ein Einhandmesser gefunden und beschlagnahmt. Die Polizei ermittelt wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Köngen: Fünf Verletzte bei zwei schweren Unfällen auf B313

Köngen: Zu gleich zwei schweren Unfällen ist es am Freitagmittag auf der B313 bei Köngen (Kreis Esslingen) gekommen. Vier Menschen wurden bei den Zusammenstößen schwer verletzt, zwei weitere erlitten leichte Verletzungen.

Der erste Unfall ereignete sich dem Bericht der Polizei zufolge gegen 13.15 Uhr. Ein 46-jähriger Lkw-Fahrer war auf der B313 von Nürtingen in Richtung Plochingen unterwegs. Etwa 300 Meter vor der Abfahrt Wendlingen bemerkte er, dass der Verkehr vor ihm ins Stocken geriet und bremste ab. Ein hinter ihm fahrender 37-jähriger Autofahrer, der mit einem Mercedes Vito unterwegs war, bremste ebenfalls ab. Ein 55-jähriger Lkw-Fahrer, der mit seinem 18-Tonner hinter dem Vito fuhr, reagierte zu spät und fuhr auf den Vito auf. Der Vito wurde durch die Wucht des Aufpralls auf das Heck des vorausfahrenden Lasters katapultiert. Der 18-Tonner geriet bei der Kollision nach links und prallte in die Mittelleitplanken.

Der Vito wurde bei dem Unfall regelrecht zwischen den beiden Lastwagen eingekeilt. Der 37-jährige Fahrer wurde im Auto eingeklemmt und musste von der Feuerwehr mit schwerem Gerät aus seinem Fahrzeug befreit werden. Er wurde nach notärztlicher Erstversorgung vom Rettungsdienst mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.

Der Lkw, der Vito und der Sattelzug wurden bei der Kollision so schwer beschädigt, dass sie abgeschleppt werden mussten. Der Sachschaden wird insgesamt auf etwa 60.000 Euro geschätzt.

Schwerer Folgeunfall nur wenig später

Nur kurze Zeit später, gegen 14.30 Uhr, ereignete sich ein schwerer Folgeunfall. Ein 23-jähriger Autofahrer war mit seinem Mercedes Vito auf der B313 unterwegs. Möglicherweise aufgrund von Unachtsamkeit erkannte er das Ende des Staus zu spät, der sich wegen des vorangegangen Unfalls gebildet hatte. Trotz einer Vollbremsung prallte er mit solcher Wucht gegen einen Smart, dass dieser in die Leitplanken geschleudert wurde, sich überschlug und seitlich gegen den VW Golf einer 70-jährigen Autofahrerin krachte.

Trotz der Kollision mit dem Smart krachte der Vito zudem noch mit solcher Wucht ins Heck des Golfs, dass dieser auf den Audi einer Fahrschule geschoben wurde.

Während der Fahrschüler und sein Fahrlehrer nur leicht verletzt wurden, mussten der mutmaßliche Unfallverursacher, der Fahrer des Smarts und die Fahrerin des VW Golf mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden.

Nur der Audi war nach dem Unfall noch fahrbereit, alle anderen Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. Der Sachschaden wird auf etwa 55.000 Euro geschätzt.

Gammelshausen: Drei Leichtverletzte bei Wildunfall

Gammelshausen: Ein 18-jähriger Autofahrer ist am Donnerstagabend in Gammelshausen (Kreis Göppingen) einem Reh ausgewichen. Sein Peugeot geriet ins Schleudern, prallte gegen einen Baum und überschlug sich.

Wie die Polizei berichtet, wurden der Autofahrer sowie zwei 17-jährige Insassen bei dem Unfall leicht verletzt. Ein 35-jähriger Mitfahrer blieb unverletzt.

Das Auto musste abgeschleppt werden. Der Sachschaden beträgt ungefähr 5000 Euro.

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