So sahen die meisten Instagram-Timelines wegen #BlackoutTuesday aus. Foto: imago images/TT

#BlackoutTuesday in Verbindung mit #BlackLivesMatter war am gestrigen Dienstag eine gern genommene Hashtag-Kombination bei Instagram. Doch viele, die so ihre Solidarität kundtun wollten, machten damit einen Fehler.

Instagram war am Dienstag (2. Juni) nahezu komplett schwarz. Millionen von Nutzern posteten als Zeichen gegen Rassismus und aus Solidarität mit dem friedlichen Teil der Demonstranten in den USA ein schwarzes Bild. Die allermeisten verzichteten auf jegliche Erklärung und setzten dazu schlicht das Hashtag #BlackoutTuesday. Einige der User fügten jedoch zusätzlich noch das seit 2013 existierende Hashtag #BlackLivesMatter hinzu, überraschenderweise sorgte dies aber für Gegenwind.

Auch die Promis klären auf

Der Hintergrund: Die Black-Lives-Matter-Bewegung entstand 2013 nach dem Todesfall des afroamerikanischen Teenagers Trayvon Martin, der 2012 durch einen Wachmann erschossen wurde. Der Täter wurde im Jahr darauf freigesprochen. Seitdem wird das Hashtag weltweit verwendet, um in den sozialen Netzwerken auf rassistisch motivierte Gewalttaten hinzuweisen und diese publik zu machen. Aktivisten konnten nun aber aufgrund der schieren Masse an gesetzten Hashtags nicht mehr filtern, welche Posts möglicherweise auf solche Übergriffe hindeuten.

So klärte etwa die politisch engagierte Schauspielerin Sophia Bush (37, "One Tree Hill") in einem Instagram-Post auf, dass weiße Menschen ausschließlich das Hashtag #BlackoutTuesday verwenden sollten, schwarze Menschen hingegen weiterhin #BlackLivesMatter, wenn sie auf Missstände hinweisen möchten.

Auch Musikerin Demi Lovato (27, "I Love Me") pflichtete ihr bei und postete auf Instagram ein entsprechendes Statement an ihre Fans. Man solle sofort aufhören, die schwarzen Bilder mit dem falschen Hashtag zu kombinieren. Mehr noch: Alle, die #BlackLivesMatter in Kombination mit dem schwarzen Bild veröffentlicht hätten, sollen umgehend das falsche Hasthag wieder entfernen.

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