In diesen Bauernhof in Bischhagen sollten Flüchtlinge einziehen. Foto: Wichmann TV

In Bischhagen in Thüringen ist eine noch leerstehende Flüchtlingsunterkunft ausgebrannt. Vorbehalte gegen die Unterkunft habe es in dem 150-Einwohner-Ort aber nicht gegeben, sagt Bürgermeister Bernd König.

Bischhagen - Wenige Tage vor dem Bezug hat in Thüringen erneut eine noch leerstehende Flüchtlingsunterkunft gebrannt. Ein Polizeisprecher schloss am Samstag weder Brandstiftung noch einen technischen Defekt aus. Der Schaden an dem früheren Bauerhof in Bischhagen im Eichsfeld beträgt nach ersten Schätzungen mehr als 100.000 Euro; es gab keine Verletzten.

Brandermittler konnten das Gebäude zunächst nicht betreten, weil die Statik überprüft werden musste. Außerdem stand darin noch viel Löschwasser.

Vorbehalte gegen Flüchtlinge gab es nicht

Am Montag hätten die ersten Bewohner einziehen sollen. Vorbehalte dagegen gab es in dem 150-Einwohner-Ort nicht, wie Bischhagens Bürgermeister Bernd König (parteilos) erklärte. „Wenn der Brand vorsätzlich gelegt worden sein sollte, wäre das schon sehr traurig und unverständlich.“

Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) warnte vor voreiligen Schlüssen: „Wir müssen uns die Zeit nehmen, um die Brandursache zu ermitteln“, erklärte er via Twitter. Es sei beklemmend, wenn ein Gebäude brenne, in das Flüchtlinge einziehen sollten. „Auch weil in unseren Köpfen sofort ein böser Verdacht steht.“

In den vergangenen Monaten brannten immer wieder Unterkünfte für Flüchtlinge in Deutschland. In vielen Fällen geht die Polizei von Brandstiftung aus.

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