Alnatura will weiter wachsen Foto: Alnatura/ Marc Doradzillo’

Deutschlands größtes Biohandelsunternehmen wächst weiter und zieht immer mehr Kunden an. Alnatura hat auch im 30. Jahr des Bestehens den Umsatz mit 16 Prozent auf fast 690 Millionen Euro gesteigert

Frankfurt - Deutschlands größtes Biohandelsunternehmen wächst weiter und zieht immer mehr Kunden an. Alnatura hat auch im 30. Jahr des Bestehens den Umsatz mit 16 Prozent deutlich über dem Marktwachstum von etwa sieben Prozent auf fast 690 Millionen Euro gesteigert. Unternehmensgründer und Firmen-Chef Götz Rehn, der 1984 in Mannheim den ersten Laden eröffnet hatte, sprach von einem „sehr, sehr guten Jahr“, auch mit Blick auf das Ergebnis für die Ende September abgeschlossene Periode. Details nannte er aber nicht.

Dem Bundesanzeiger ist zu entnehmen, dass Alnatura im Geschäftsjahr 2012/2013 rund 9,5 Millionen Euro verdient hat, jetzt dürften es deutlich mehr als zehn Millionen gewesen sein. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Rehn erneut ein Umsatzplus von mindestens acht Prozent und auch einen weiter steigenden Gewinn.

Dass die Drogerie-Kette dm, bislang ein sehr wichtiger Abnehmer von Alnatura-Produkten, ab 2015 ein eigenes Biosortiment in die Regale stellt, hält Rehn für kein Problem. Beide Marken seien weiter bei dm verfügbar. „Die Zusammenarbeit ist exzellent. Wir werden mit der neuen Situation gut zurechtkommen.“ Wichtigster Vertriebsweg für Alnatura sind derzeit die 3 750 Filialen von Partnern wie dm, tegut, Budni, Hit, Globus oder Migros in der Schweiz. Alnatura selbst wird mit eigenen Filialen weiter expandieren. Nachdem im Geschäftsjahr 2013/14 zehn neue Naturmärkte eröffnet wurden, sollen noch weitere zehn Läden dazukommen.

Aktuell betreibt Alnatura 89 Filialen in 41 Städten. Rehn würde gerne noch mehr Läden eröffnen, es würden aber in vielen Innenstädten geeignete Flächen fehlen. Auch die Zahl der Beschäftigten steigt weiter. Ende September waren es 2320 und damit 220 mehr als ein Jahr zuvor. Ein ähnlicher Zuwachs ist in diesem Jahr geplant. Weil das Wachstum so stark war, baut Alnatura derzeit eine neue Unternehmenszentrale in Darmstadt, der Umzug vom derzeitigen Sitz im südhessischen ­Bickenbach ist für Ende 2016 geplant. Rehn zufolge wächst die Nachfrage nach und der Umsatz mit Bioprodukten in Deutschland kontinuierlich weiter. Allerdings geht die Bioanbaufläche hierzulande leicht zurück, vor allem für Bioobst und Biogemüse.