Schulsozialarbeit ist in allen Bundesländern ein wichtiger Baustein der Bildungspolitik. (Symbolfoto) Foto: dpa

Die Pläne der Landesregierung, Fördergelder für Schulsozialarbeit zu deckeln, bereitet der SPD in Ostfildern Sorge. Mit einem Antrag wollen sie das Angebot erhalten.

Schulsozialarbeit ist ein wichtiger Baustein in der Ostfilderner Bildungspolitik. Nun hat die Landesregierung angekündigt, die Verwaltungsvorschrift zur Schulsozialarbeit zum Schuljahr 2026/27 zu überarbeiten. Ein zentraler Bestandteil des aktuellen Vorschlags ist die Begrenzung der Landesförderung auf 0,6 Vollzeitstellen pro Schule. Diesen Vorstoß betrachtet die SPD-Fraktion im Ostfilderner Gemeinderat mit Sorge.

 

Deshalb beantragte die Fraktionschefin Stefanie Sekler-Dengler, den Stellenwert der Schulsozialarbeit zu ermitteln und die Auswirkungen der landespolitischen Pläne auf die Kommune zu untersuchen. „In Ostfildern sind an allen Grundschulen, weiterführenden Schulen und am SBBZ Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter tätig“, sagt Sekler-Dengler. Aus Sicht der SPD-Fraktion ist die Begrenzung der Landesförderung der Schulsozialarbeit „ein dramatischer Eingriff, da angesichts der seit der Pandemie zunehmenden Zahl psychosozialer Krisen von Schülerinnen und Schülern, sowie angesichts von Mobbing und Konflikten in Elternhaus und Schule, ein Abbau der Schulsozialarbeit unvorhersehbare Folgen hätte.“

Die SPD-Fraktion beantragt, die Verwaltung möge den Gemeinderat über den Stellenplan für die Schulsozialarbeit in der Stadt informieren. Die Kommunalpolitiker wollen wissen, welche finanziellen Auswirkungen die geplante Begrenzung für die Schulen in Ostfildern hätte. Sekler-Dengler geht es gerade angesichts zunehmender Konflikte an Schulen darum, das Angebot möglichst umfassend zu erhalten. „Wie bewertet die Verwaltung die Risiken für bestehende Schulsozialarbeit in Ostfildern im Hinblick auf die zum Schuljahr 2026/27 angekündigte neue Verwaltungsvorschrift?“ ist dabei die zentrale Frage, die für die SPD-Fraktion im Raum steht.

In Ostfildern wird die Schulsozialarbeit von der Kinder- und Jugendförderung angeboten. Eine zentrale Aufgabe ist die Beratung und Unterstützung von Schülern und Schülerinnen, Lehrkräften und Eltern oder Erziehungsbeauftragten an allen Schulen in Ostfildern. Außerdem kümmern sich die Mitarbeiter um die Vermittlung in Konfliktsituationen, die Durchführung von Klassentrainings und das Mitwirken bei der Schulentwicklung. Das Angebot ist für die Familien kostenlos.