Marcus Schenkenberg posiert gemeinsam mit Hauptdarstellerin Zodwa Selele (Mitte) und Schauspielerin Bettina Zimmermann für die Fotografen. Foto: www.7aktuell.de/

Die singenden Nonnen sind da: Das Broadway-Musical "Sister Act" hat am Sonntagabend im Stuttgarter Apollo-Theater Premiere gefeiert. Unter anderem mit dabei: Natalia Wörner, Ursula Karven, Magdalena Brzeska, Playmate Mia Gray, Model Markus Schenkenberg und die Mayer-Vorfelders.

Stuttgart - Für den lieben Gott sind alle Schäflein gleich. Auf Erden freilich werden ein paar Unterschiede gemacht. Lasset die Promis zu mir kommen, ruft Stage-Chef Joop van den Ende aus, wenn er in einem seiner elf deutschen Musicalhäuser Premiere feiert. Sind bekannte TV-Gesichter begeistert und rufen dies via Kamera in die Welt ­hinaus, wird das Volk eifriger strömen.

Und wie die 1500 geladenen Gäste – vom „Tatort“-Kommissar Richy Müller bis zum Oscar-Preisträger Alan Menken, dem Komponisten von „Sister Act“ – begeistert waren! Dabei muss man kein Promi sein, um für die mit skurrilen Figuren göttlich besetzte Show (ein Hoch auf die Dicken dieser Welt!) und für all die Schwestern-Solidarität schwärmen zu können. Bis Herbst 2013 soll das Nonnen-Spektakel bleiben, ehe sich „Tarzan“ auf der Liane zu uns schwingt.

Monica Ivancan präsentierte ihren Babybauch

Den kürzesten Rock des Abends – bei Eiseskälte auf dem roten Teppich – trug die frühere Sportgymnastin Magdalena Brezska. Ihr Glitzerfummel war nicht gerade eine Bewerbung für einen barmherzigen Orden. Dabei, sagte sie, sei für sie bald die Zeit gekommen, ins Kloster zu gehen. „Bei dem Glück, das ich mit Männern habe.“ Für Single-Kollege Marcus Schenkenberg wollte sie sich nicht erwärmen. Der 44-Jährige, als bestbezahltes Männermodel angekündigt, sei gar nicht ihr Typ. Schenkenberg, der aus Griechenland kam, sah eine kurze Nacht vor sich: Anderntags müsse er um 4 Uhr für den Flug nach Düsseldorf aufstehen.

Designerin Barbara Becker hatte kurzfristig abgesagt, dafür präsentierte Model Monica Ivancan ihren Babybauch. Die ehemalige Freundin von Oliver Pocher war nicht die einzige Schwangere auf dem roten Teppich. ­Ballettstar Eric Gauthier kam mit Ehefrau Laura, die „einen Oscar“ erwartet.

Zetsche - nach vielen Jahren mal wieder bei einer Musicalpremiere

Schon groß ist die Tochter Nora von Daimler-Chef Dieter Zetsche, der nach vielen Jahren wieder eine Musicalpremiere mit ihr besuchte. Schauspieler Walter Sittler, gerade 60 geworden, verstand sich blendend mit „echten“ Ordensschwestern aus Untermarchtal. Die Vinzentinerinnen hatten sich über die Premiereneinladung der Stage-Entertainment sehr gefreut. Sittler berichtete, dass seine Töchter die Schule St. Agnes besucht hatten, weshalb er Ordensschwestern sehr schätze. Niemals sollte man Nonnen zu ihnen sagen – prompt erklärte der 60-Jährige den Unterschied: „Schwestern gehen ­hinaus in die Welt, Nonnen bleiben hinter Klostermauern.“

Wieder hinaus in die Welt gehen kann Schauspieler Dietz-Werner Steck. Viele freuten sich, den früheren Bienzle nach seiner Hüftoperation wieder zu sehen. Promifotograf Christof Sage wurde für Manager Willi Weber gehalten und sollte ein Interview geben. Mit ihrer Garderobe passt sich Travestie-Lady Wommy Wonder meist den Showstoffen an. Zur Premiere erschien das Fräulein alias Michael Panzer jedoch nicht im Habit. „Wenn es um religiöse Themen geht, bin ich zurückhaltend“, sagte Panzer, der Theologie studiert hat. Weil jeder erwarte, dass Wommy in Schwarz-Weiß komme, setzte sie farbige Akzente und trug ein feuerrotes Kleid mit goldenen Applikationen – eine Kreation des Designers Tobias Siewert. Außerdem dabei: Model Estefania Küster, Musicalstar Kevin Tarte, die Schauspielerinnen Ursula Karven und Natalia Wörner, OB Wolfgang Schuster. Gefeiert wurde hinterher bei Riesengarnelen, Bachsaibling und Schweinefilet. Ein Song des Abends hallte lange nach: „Steh auf, wenn du katholisch bist!“

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