Große Felsbrocken waren auf die Gleise der Kulturbahn gestürzt. Ein Zug kollidierte damit. Foto: Klormann

Glück im Unglück hatten Fahrgäste der Kulturbahn in Calw am Montag. Der Zug kollidierte mit Felsen, die Passagiere blieben jedoch unverletzt. Und die Feuerwehr schob die Bahn.

Schock am frühen Morgen: Gegen 5.30 Uhr ist nach einem Bericht des Schwarzwälder Boten ein Zug der Kulturbahn an diesem Montag kurz nach dem alten Bahnhof in Calw gegen einen Felsen geprallt.

 

Das Gestein hatte sich zuvor aus dem Hang gelöst und war auf die Gleise gestürzt. Nachdem der Wagen mit den Felsen kollidiert war, löste der Lokführer eine Notbremsung aus.

Der Zug kam erst hunderte Meter weiter im Rudersbergtunnel zwischen Calw und Bad Teinach-Zavelstein-Kentheim zum Stehen.

Der Lokführer, der zugleich auch ausgebildeter Notfallsanitäter ist, kümmerte sich unmittelbar um die Fahrgäste. Nach Angaben der Feuerwehr saßen sechs Passagiere im Zug, die alle unverletzt blieben.

Bei der Feuerwehr Calw ging der Alarm gegen 6.06 Uhr ein; die Brandbekämpfer rückten mit zehn Fahrzeugen und 48 Kräften an. Diese kümmerten sich unter anderem um die ausgelaufenen Betriebsstoffe, die durch die Schäden am Zug ausgelaufen waren. 

Da der Wagen auch nicht mehr fahrbereit war, half die Feuerwehr zudem anderweitig aus – und schob den Zug per Hand aus dem Tunnel.

Mit bloßer Muskelkraft schoben Feuerwehrleute den Zug aus dem Tunnel. Foto: Klormann

Wie Calws Stadtbrandmeister Marcus Frank im Gespräch vor Ort erklärte, rückt nun wohl ein Bergezug der Bahn an. Dieser müsse die Schienen räumen und prüfen sowie den Wagen abschleppen.