Erstmals dabei beim Stuttgart Weihnachtsmarkt war die Krippenpyramide. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Der Weihnachtsmarkt schließt – die Veranstalter sind im Großen und Ganzen zufrieden, wollen aber trotz allem kein durchweg positives Fazit ziehen. Das sind die Gründe.

Stuttgart - Keine überschwänglich positive, aber eine gute Bilanz haben die Veranstalter des Stuttgarter Weihnachtsmarktes am Montag gezogen. Insgesamt 3,5 Millionen Besucher kamen in diesem Jahr auf den Stuttgarter Weihnachtsmarkt, um an den rund 300 Ständen zu essen, zu trinken oder einzukaufen. „Besonders bemerkenswert ist, dass die Besucher immer mehr hochwertige und hochpreisige Ware gekauft haben“, sagt Marcus Christen, Abteilungsleiter für die Feste und den Cannstatter Wasen beim Veranstalter in.Stuttgart.

Mehr internationale Gäste

Und Andreas Kroll, Geschäftsführer der in.Stuttgart-Veranstaltungsgesellschaft, ergänzt: „Wir können von einem schönen, besinnlichen und runden Weihnachtsmarkt 2019 sprechen. Die angestrebten Besucherzahlen von 3 Millionen haben wir locker erreicht.“ Darüber hinaus sei der Markt in diesem Jahr auch sehr sicher gewesen, größere Vorkommnisse habe es keine gegeben. Das bestätigt am Montagnachmittag die Stuttgarter Polizei: „Unsere bisherige Bilanz ist durchweg positiv. Der Weihnachtsmarkt 2019 war ähnlich ruhig wie der 2018“, heißt es aus der Pressestelle.

Ebenfalls Grund zur Freude gibt den Veranstaltern die erneut angestiegene Anzahl der internationalen Besucher: „Wir hatten zehn Prozent mehr Busse als im letzten Jahr“, so Marcus Christen. Diese seien vorwiegend aus der Schweiz, den Beneluxländern und Österreich nach Stuttgart gekommen.

Dass der Weihnachtsmarkt deutschlandweit und international so beliebt sei, habe vielerlei Gründe: „Für das internationale Publikum gibt es alles, was das Herz begehrt. Die Leute genießen vor allem die einheimischen Produkte, die wir anbieten“, so Christen. Und Andreas Kroll ergänzt: „Ein wichtiges Element ist auch die Tatsache, dass die Traditionen aufrechterhalten werden, dass die Hütten geschmückt sind und wir bei dem Glühwein heimische Weine verwenden.“

Zu wenig Besucher an manchen Samstagen

Ein durchgängig positives Fazit möchten die Veranstalter aber am Ende trotzdem nicht ziehen. Dafür seien an manchen Samstagen einfach zu wenig Besucher gekommen – daran schuld sei das Wetter gewesen, erklärt Kroll. Darüber hinaus sei es generell wichtig, sich nicht auf seinem Erfolg auszuruhen: „Es ist wichtig, das Ganze kritisch zu hinterfragen. Und sich zu überlegen, ob es noch zeitgemäß ist, was wir machen. Das ist das A und O im Veranstaltungsgeschäft“, so Kroll.

Deshalb gab es auch in diesem Jahr einige Neuheiten für die Besucher, die allesamt gut angenommen wurden. Dazu zählen neue Essensstände, Stände hinter dem Kaufhaus Breuninger im Dorotheen-Quartier und die Krippenpyramide vor dem Kunstmuseum: „Die stand bisher in Berlin auf dem Weihnachtsmarkt. Nach 14 Tagen hier in Stuttgart hatten wir das Ergebnis von Berlin“, so Christen. Auf welche Neuheiten sich die Besucher im Jahr 2020 freuen können, entscheiden die Veranstalter erst im März.

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