Im Südwesten werden immer weniger Fahrräder gestohlen. Foto: imago images/Seeliger/snapshot-photography

In Baden-Württemberg werden immer weniger Fahrräder gestohlen. Sind sie allerdings erst einmal weg, bleiben sie zumeist auch verschwunden, wie aus einer parlamentarischen Anfrage hervorgeht.

Stuttgart - Trotz einer steigenden Zahl von Fahrrädern auf den Straßen, in den Kellern und Hinterhöfen werden seit Jahren immer weniger Drahtesel in Baden-Württemberg gestohlen. Waren die Diebe bis 2016 noch Jahr für Jahr erfolgreicher, so ging die Zahl der geklauten Räder seitdem stetig zurück.

Zwischen 2016 und 2019 sank die Zahl von 28.315 auf 22.452 gemeldete Diebstähle, wie aus einer am Freitag veröffentlichten Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Christian Jung hervorgeht. „Corona-bedingt ist davon auszugehen, dass sich die gemeldeten Diebstähle in diesem Jahr deutlich reduzieren werden“, prognostizierte Jung.

Niedrige Aufklärungsquote

Ist das Fahrrad allerdings einmal geklaut, ist es meist auf Nimmerwiedersehen verschwunden. Denn die Aufklärungsquote hat sich in den vergangenen Jahren nur unwesentlich verbessert von 7,7 auf 8,3 Prozent.

Ermittlungen nach Fahrraddiebstählen sind für die Polizei schwierig, wie sie stets anmerkt. Diebesbanden bringen die Räder oft rasch ins Ausland oder verkaufen nur Einzelteile. Die Polizei empfiehlt deshalb eine Codierung oder anderweitige Kennzeichnung.

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