Der bekannte Fernsehmoderator Eckart von Hirschhausen (links) im Gespräch mit Meistermagier Luke Dimon. Foto: Werner Kuhnle

Beim Hofmeister Weihnachtscircus genossen eintausend Gäste, darunter viele Prominente aus Politik, Wirtschaft und Showbusiness, das weihnachtliche Spektakel für den guten Zweck.

Es ist Freitagabend: Der lange rote Teppich vor dem Hofmeister Circus-Zelt ist aufgerollt. Über ihn gleiten in schicker Abendrobe die zahlreichen Gäste – darunter auch Sponsoren und Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Showbusiness – die das glanzvolle, weihnachtlich stimmungsvoll geschmückte Zelt im Nu füllen. Magisches Knistern und gespannte Vorfreude liegen in der Luft.

 

Ludwigsburgs Landrat Dietmar Allgaier und seine Ehefrau Bettina lassen sich ebenfalls gern davon anstecken. Sie würdigen es, der Vorweihnachtszeit mit einem Zirkusbesuch noch etwas mehr Glanz und Zauber zu verleihen. Das Paar hat inzwischen auch davon gehört, dass die Katzendarbietung nach Vorwürfen einer Tierschutzorganisation komplett aus dem Programm gestrichen wurde. „Miss Fatima quäle die Tiere“, hieß es. Der Ludwigsburger Landrat aber steht offensichtlich ohnehin vielmehr auf Artistik: „Auf diese Beiträge freue ich mich nämlich besonders – und auf Luke Dimon“, den Deutschen Meister der Zauberkunst und preisgekrönten Entertainer, der als Moderator durchs Programm führen wird. Die Erwartungsfreude ist dem Paar anzusehen.

Fünf Stiftungen werden bedacht

So, wie zahlreichen anderen Gästen auch, die sich mit ihrer Eintrittskarte für das große weihnachtliche Spektakel, das vom ausgeprägtem Wohltätigkeitscharakter gekennzeichnet ist, eingekauft haben. Gleich fünf Stiftungen sind in diesem Jahr vom Erlös und den eingegangenen Spenden begünstigt: die Deutsche Kinderkrebsnachsorge – Stiftung für das chronisch kranke Kind, die Olgäle-Stiftung für das kranke Kind e. V., die Kinderschutzstiftung Hänsel + Gretel sowie die beiden Stiftungen von Eckart von Hirschhausen „Humor Hilft Heilen“ und „Gesunde Erde Gesunde Menschen“.

Die Besucher konnten für rund vier Stunden der Schwere des Alltags entfliehen. Foto: Werner Kuhnle

Der medienwirksame Mediziner ist auch im Zirkuszelt ein begehrter Gesprächspartner. Für ihn, der die Bietigheimer Gala zum zweiten Mal mit seinem Besuch beehrt, werde der Auftritt in der Manege heute eine „kleine Premiere bereithalten“, betont er im Zweiergespräch. Denn wenig später wird der bekannte Fernsehmoderator und Arzt eine bestärkende Pinguin-Geschichte erzählen, die Mut machen soll, eigene Stärken zu entfalten und sie auch für die Gemeinschaft nutzbar zu machen.

Wie bei einem Pinguin, der sich im für ihn richtigen Element – dem Wasser – plötzlich schnell, wendig und elegant bewegen könne. Hirschhausen fordert dann sein Publikum auf, „gemeinschaftlich zusammenzustehen und sich nicht spalten zu lassen. Wir sollten uns an der Schwarmintelligenz der Pinguine ein Beispiel nehmen, die bei minus 40 Grad überleben, indem sie dicht beieinanderstehen – und das ohne Rangelei.“

Das Programm bringt vier Stunden Auszeit vom Alltag

Die knapp eintausend Gäste im Zelt dürfen mit den Highlights aus dem Hofmeister Weihnachtscircus für rund vier Stunden der Schwere des Alltags entfliehen und sich einfangen lassen von faszinierenden Showeinlagen, frechem Humor und kraftvollen Darbietungen, die durch schiere Muskelkraft und Körperbeherrschung möglich werden.

So zeigen etwa die Kolev Sisters atemberaubende Handvoltigen, die schon beim Zuschauen einen schauerlichen Mix an Fassungslosigkeit, schmerzhafter Mimik und großem Staunen verursachen. Sogar Schauspieler Steffen Groth robbt sich später unter dem magischen Applaus der Zuschauenden, am chinesischen Mast des Pole-Akrobatik-Talents Sebastian Stamm, ganz nach oben – und zwar nicht mit extra Kletterschuhen, sondern mit einem schicken Ausgehmodell.

Frank Hofmeister (links) und sein Sohn Carl Friedrich heißen die Gäste willkommen. Foto: Werner Kuhnle

Für Seniorchef Frank Hofmeister, der am Eingang vielfach persönlich die Gäste begrüßt, ist die Tatsache, dass sich auch die nunmehr 18. Benefizgala lebhafter Nachfrage erfreut, eine Konsequenz aus folgenden Fakten: dem jeweils professionellen, ansprechenden Programm, der begleitenden Kulinarik sowie dem engagierten Einsatz der Familie Hofmeister und deren Mitarbeitenden, die mit Herzblut an der Sache arbeiten. „Wir haben in Zeiten des Wohlstands gefeiert und feiern auch jetzt in Zeiten der Prüfung“, betont Frank Hofmeister schließlich dem Publikum gegenüber, das er gemeinsam mit Sohn Carl Friedrich dazu einlädt, „einen schönen Abend zu verbringen, Momente der Gemeinsamkeit zu feiern und dabei Gutes zu tun“.

Für den Oberbürgermeister von Bietigheim-Bissingen, Jürgen Kessing, der auch Schirmherr der Gala ist, heißt das Motto „gemeinsam durch das Tal der Tränen zu gehen“. Er freut sich darüber, dass die Veranstaltung erneut Profis wie auch Stars gewinnen konnte, die sich beteiligen und den Zauber der Weihnacht spüren ließen. „Wir bezeichnen sie inzwischen als Freunde.“

Eric Gauthier bringt alle in Bewegung

Zu diesen dürfte gewiss auch Eric Gauthier zählen, der wieder einmal dafür sorgt, dass auch die Zuschauenden in Bewegung kommen, und zwar mit viel Spaß und Gelächter. Eric Gauthier ist bereits zum vierten Mal mit von der Partie. Für ihn war jedoch „das letzte Jahr extrem schön. Sie haben mich am Ende mit einem Scheck über zehntausend Euro überrascht. Geld, das ich für mein Projekt ‚Moves for Future‘ verwenden konnte. Dadurch waren wir an 15 verschiedenen Schulen und haben mit rund fünftausend Kindern gearbeitet. Eine tolle Unterstützung.“

Einer, der die Familie Hofmeister „total gern mag“, ist der Fools-Garden-Frontsänger Peter Freudenthaler. Für ihn stecke in der süddeutschen Mentalität der Unternehmerfamilie viel Verbindlichkeit. Ihm imponiere, dass Hofmeister so sozial sei und „von dem, was er verdient, immer wieder auch abgibt. Ich begrüße den starken Zuspruch vieler, die hierherkommen und helfen.“ Überrascht wurde Freudenthaler von der kurzfristigen Anfrage, mit Eckart von Hirschhausen, der als John-Denver-Fan gelte, im Duett zu singen. Die Interpretation von dessen Song „Perhaps Love“, begeisterte – ebenso wie der zuvor von Peter Freudenthaler gesungene Millionenhit „Lemon Tree“ – das Publikum restlos.