Trainer Danny Naud vor beinahe 16 Jahren bei seinem ersten Engagement bei den Bietigheim Steelers hinter der Bande – nun kehrt er ins Ellental zurück. Foto: Baumann

Beinahe 16 Jahre nach seinem Abschied von den Steelers aus Bietigheim kehr Daniel Naud (58) zum Eishockey-Zweitligisten als Trainer zurück. Im Ellental erwartet den Kanadier eine anspruchsvolle Aufgabe.

Bietigheim-Bissingen - Drei Tage nach der Trennung von Chefcoach und dem langjährigen sportlichen Leiter Marc St. Jean haben die Bietigheim Steelers einen Nachfolger verpflichtet: Daniel Naud wird Trainer des Eishockey-Zweitligisten aus dem Ellental. „Mit Leidenschaft, Ehrgeiz und der Zusammenarbeit mit allen Beteiligen möchte ich die Mannschaft in die Erfolgsspur zurückbringen. Jetzt gilt es das Team mit Spielern aufzubauen, die bereit sind, für die Fans und den Club alles zu geben“, sagte der 58 Jahre alte Kandier, der bereits von 2003 bis November 2004 Chefcoach im Ellental war – nun trifft er wieder auf Stürmer Rene Schoofs, der schon damals zum Kader zählte. Daniel „Danny“ Naud war bis zum Abbruch der DEL-2-Saison Trainer beim Bietigheimer Liga-Konkurrenten Eispiraten Crimmitschau.

Die Aufgabe, die dem neuen Mann hinter der Bande zukommt, ist eine reichlich ehrgeizige und ziemlich anspruchsvolle. In der kommenden Zweitliga-Saison, die am 13. September beginnen soll, ist der DEL-2-Meister berechtigt, in die Eliteliga DEL aufzusteigen. Die Steelers, die in der Liga jahrelang zu den besten Adressen gehörten, wollen im Kampf um den Aufstieg mitmischen, nachdem sie in der abgelaufenen Saison früh wie selten zuvor in den Play-offs scheiterten. Bereits in den sogenannten Pre-Play-offs war für den viermaligen Zweitliga-Meister gegen den ESV Kaufbeuren Endstation. „Danny Naud tritt in Bietigheim eine große Herausforderung an, doch er hat genug Erfahrung, um mit den hohen Erwartungen umgehen zu können“, sagt Steelers-Geschäftsführer Volker Schoch, „seine sportliche Ausrichtung sowie seine Eishockey-Philosophie decken sich mit unseren Erwartungen.“ Aufgrund der Corona-Krise fanden die Bewerbungsgespräche via Skype zwischen dem Auswahlgremium des Clubs und den Kandidaten statt. Im Anschluss wurden die Eindrücke und Aussagen bewertet – schließlich fiel die Wahl auf Naud, der sich zuvor in den Verhandlungen in Crimmitschau mit den Eispiraten nicht auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit hatte einigen können.

Der Kanadier, der schon als Co-Trainer bei den DEL-Clubs Augsburg Panther, Hamburg Freezers und EHC Wolfsburg gearbeitet hatte, will die Steelers aggressiv spielen lassen, sowohl mit als auch ohne Scheibe. Er legt Wert auf ein strukturiertes Spiel, vor allem aber darauf, dass „die Mannschaft niemals aufgibt“. Nun beginnt die Phase, in der Naud seinen Kader zusammenstellen wird, mit dem er im Herbst das Aufstiegsrennen angehen wird.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: